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Musik aus der Metallbauhalle

BAD MÜNDER. Das DRK wollte sie haben, Ibrahim Abdi hat sie bekommen: Der Autohändler aus Hachmühlen hat im Oktober die Fertigungshallen der insolventen Metallbaufirma am Justus-von-Liebig-Weg in Bad Münder ersteigert. Nun hat er seine lang ersehnte Teilgenehmigung für den Umbau und kann mit dem Umbau starten.

Vom Gebrauchtwagenhändler zum Veranstaltungsorganisator: Ibrahim Abdi ist der neue Besitzer der Produktionshallen im Südfeld. Foto: Dittrich
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Benedikt Dittrich Redakteur zur Autorenseite

Abdi hat auf dem Gelände Großes vor. Aus den ehemaligen Produktions- und Lagerhallen soll ein Veranstaltungszentrum werden. „Ich habe diese Idee schon seit über sechs Jahren“, sagt der gebürtige Syrer, der seit 2003 in Hachmühlen lebt. Als die Hallen im Südfeld versteigert wurden (wir berichteten), sah er seine Chance gekommen und schlug zu. „Es gab mehrere Mitbieter“, erzählt Abdi über die Versteigerung, bei der auch das Rote Kreuz Interesse angemeldet hatte. Am Ende schnappte Abdi mit seinem Gebot aber dem Kreisverband die Räume vor der Nase weg. Über den exakten Kaufpreis schweigt der Mann, der neben der Tankstelle in Hachmühlen auch weiterhin Autos verkaufen will. Das Geschäft mit den Fahrzeugen laufe gut, erklärt er im Gespräch mit unserer Zeitung.

Die Veranstaltungsräume in Bad Münder könnten sein zweites wirtschaftliches Standbein werden. Für seine Pläne sind die alten Hallen einer ehemaligen Metallbaufirma ideal. „Die Räume sind neu, gut in Schuss, standen nicht lange leer“, sagt er. Umbauen muss er die Innenräume trotzdem – auch eine bessere Dämmung sollen die Außenwände bekommen. Wenn die Umbauarbeiten abgeschlossen sind, soll in den Hallen Platz für kleinere und größere Veranstaltungen sein – Abdi geht von Gruppen ab 50 bis zu 350 Personen aus.

„In der Region gibt es in der Größenordnung kaum Konkurrenz“, ist Abdi überzeugt, der entsprechende Veranstaltungsräume nur in Hannover oder Hildesheim sieht. Abschlussbälle, größere Geburtstage, Konzerte, Präsentationen – der Gebrauchtwagenhändler kann sich viele verschiedene Veranstaltungen in seinen neuen Räumen vorstellen. Um Gerüchten vorzubeugen, spricht der Jeside bewusst von einem internationalen Zentrum – mit einem islamischen Kulturcafé oder Begegnungszentrum habe sein Konzept nichts zu tun. „Jeder, der hier feiern möchte, ist willkommen.“

Im Außenbereich sollen noch zusätzliche Parkflächen entstehen, dafür war bereits ein Bagger im Einsatz. Jetzt, da er die notwendigen Genehmigungen für den Umbau innen und außen hat, drückt Abdi ordentlich auf die Tube: Er möchte die neuen Räume schon im Mai eröffnen. „Aber das genaue Datum steht noch nicht fest.“

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