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Museum stellt Neuzugänge 2017 vor

BAD MÜNDER. Dem Aufruf des Museums, Kleidung und Accessoires der 1960er- und 70er Jahre zu spenden, folgten viele Münderaner. „Wunderschöne Zeitzeugen sind im Museum eingetroffen“, sagt Beatrix Taube. Vom 15. Januar bis 9. Februar sind die interessantesten Stücke im Foyer der Sparkasse Hameln-Weserbergland zu sehen.

Noch immer todschick – und mit vielen Erinnerungen verbunden: Angelika Rudolph mit einer Samthose mit Latz, die in den 1970er Jahren der letzte Schrei war. Foto: Rathman
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

BAD MÜNDER. Für Angelika Rudolph war die Sache klar: Als sie den Aufruf des Museums las, Kleidung und Accessoires der 1960er- und 70er Jahre zu spenden, erinnerte sie sich an die Samthose mit Latz und viel Schlag, die sie viele Jahre aufbewahrt hatte. Ein Fall fürs Museum – und Angelika Rudolph spendete sie gern.

Dem Aufruf des Museumsteams folgten aber auch viele andere Münderaner. „Wunderschöne Zeitzeugen sind im Museum eingetroffen“, sagt Beatrix Taube, die die Neuzugänge in Empfang nahm. Ein Leder-Minirock sowie ein goldfarbener Kettengürtel mit Knebelverschluss gehören dazu, Irmtraut Preuss-Trajlovic steuerte ausgefallene Plateau - Pumps in rotem Veloursleder und mit Holzsohle bei.

Im Foyer der Sparkasse Hameln-Weserbergland am Steinhof wird das Museumsteam von Montag, 15. Januar, die interessantesten Stücke, die dem Museum im vergangenen Jahr überlassen wurden, vorstellen. Bis zum 9. Februar sind die Exponate dort während der Öffnungszeiten zu sehen. „Bei den Neuzugängen geht es keineswegs nur um wertvolle Stücke. Wir freuen uns vor allem auch über seltene Sachen, wie zum Beispiel einen Spinnstuhl aus Egestorf. Noch aus dem Biedermeier stammend und nur mit Holznägeln zusammengefügt, zeichnen sich diese Spinnstühle dadurch aus, dass sie zum besseren Arbeiten am Spinnrad nur eine Armlehne haben“, erklärt Museumschef Michael Meier.

Leder-Mini und ordentlich viel Plateau: ein Muss in den wilden Siebzigern. Foto: Rathmann
  • Leder-Mini und ordentlich viel Plateau: ein Muss in den wilden Siebzigern. Foto: Rathmann

Und auch weitere Schenkungen werden vorgestellt, die ein breites Spektrum abdecken. Sie kommen aus unterschiedlichen Epochen und Lebensbereichen. Haushaltsgegenstände gehören ebenso dazu wie ein Fahrrad aus den 1950er Jahren. Ein kleiner zu befeuernder Spielzeugherd wird gezeigt, aber auch goldbestickte Hauben und historische Tapeten. Und Textilien wie die Hose von Rudolph ergänzen die Sammlung. „Wir waren ganz überrascht, dass die Textilsammlung im vergangenen Jahr um etliche Minikleider, frühe Damenhosen, Schuhe und Accessoires dieser Jahre reicher geworden ist. Häufig sind solche Kleider schnell entsorgt worden. Inzwischen ist der Bestand der „jungen Mode“ so angewachsen, dass wir für das Jahr 2019 eine Sonderausstellung zu diesem Thema planen“, sagt Meier. Bis dahin hoffe das Museum aber noch auf weitere Textilzugänge aus dieser Zeit. Anrufe nehmen Brunhilde Günther (05041/3737) und Sigrun Heyden (05042/2543) entgegen.

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