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Mutmaßlicher Fahrer leicht verletzt / Krad unter Plane versteckt

Motorrad fliegt 37 Meter durch die Luft - Blut dran

Rehren (la). Gestern Morgen erhielt Polizeioberkommissar Hans-Jürgen Janßen in der Dienststelle in Rehren einen Hinweis darauf, dass kurz vor Rehren etwas auf dem Feld liegt. Vor Ort stellte Janßen fest, dass es sich dabei um ein Motorrad handelte, das durch einen Unfall stark beschädigt war und an dem Blut haftete.

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Anhand der Spuren war der Unfallhergang schnell rekonstruiert. In einer leichten Rechtskurve war die Yamaha 750 geradeaus weitergefahren, hatte einen Leitpfahl umgekippt, war mit der rechten Seite gegen einen Baum und danach gegen den Pfahl einer Neuanpflanzung geprallt und zehn Meter weiter zum ersten Mal auf dem Feld aufgeschlagen. Die Wucht muss so groß gewesen sein, dass das Motorrad noch einmal 20 Meter weiterflog, wieder aufschlug und abhob und erst sieben Meter weiter liegen blieb. Da an dem Motorrad nicht unerhebliche Blutspuren festgestellt wurden, musste der Fahrer verletzt worden sein. Allerdings war die Maschine mit einer Plane abgedeckt worden, die mit Steinen beschwert war. Auch der Leitpfahl war wieder aufgestellt worden. Janßen ermittelte den Fahrzeughalter, einen 39-jährigen Auetaler, und stattete diesem einen Besuch ab. Der mutmaßliche Fahrer, der nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist, lag verletzt im Bett. Eine junge Frau aus Rinteln, die völlig unverletzt war, gab an, sie habe das Motorrad gefahren, ihr Freund sei nur Sozius gewesen. Sie sei einem Kaninchen ausgewichen und dadurch von der Fahrbahn abgekommen. Sie und ihr Sozius seien bereits vom Motorrad herunter gewesen, bevor es gegen den Baum geprallt sei. Polizeioberkommissar Janßen glaubt diese Version des Unfallherganges nicht. "Es ist unwahrscheinlich, dass bei dem Unfall als erstes die Fahrerin vom Motorrad gekommen ist und erst danach der Sozius. Die Blutspuren beweisen aber, dass der Verletzte noch auf dem Motorrad gewesen ist, als dies gegen den Baum prallte", so Janßen. Gegen die junge Frau wird ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung und Fahrerflucht eingeleitet. Gegen den Fahrzeughalter wird wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt.



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