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B 65-Ausbau: Anlieger der Grover Grenze sind zufrieden mit neuen Plänen / Vogelpark-Besitzer freut sich

Motorenlärm und Auspuffabgase auf Distanz halten

Rodenberg/Bad Nenndorf (bab). Die Kritiker der alten Planung für den Ausbau der B 65 können sich offensichtlich mit der neuen Variante anfreunden. Die Rodenberger Anlieger des Wohngebiets Grover Grenze und der Inhaber des Kraterzoos, Werner Schulz, haben sich nach Bekanntwerden der neuen Pläne erleichtert gezeigt.

Prompt hatte die Rodenberger SPD die Anlieger des Wohngebiets Grover Grenzeüber die neue Entwicklung der Planungen zur B 65 informiert. Die Bewohner, die die alte Planungsvariante rigoros abgelehnt hatten, zeigten sich zufrieden. Auch Kraterzoo-Besitzer Schulz ist mit der neuen Entwicklung mehr als einverstanden. "Ich habe mich sehr gefreut", sagte Schulz. "Da haben die Unterschriften ja doch etwas gebracht." Der Inhaber des Vogelparks hatte 2000 Unterschriften von Menschen bekommen, die eine Zerschneidung des Geländes ablehnen. "Die wenigsten davon waren Nenndorfer", so Schulz. Aus Lauenau, Hannover, Springe und Steinhude seien die Solidaritätsbekundungen unter anderem gekommen. Schulz freute sich, weil der Platz zwischen der neuen B 65-Trasse und dem Park ausreiche, um "Motorenlärm und Auspuffabgase" auf Distanz zu halten. Erleichterung ist offenbar auch bei den Anliegern des Wohngebiets Grover Grenze eingetreten. SPD-Ortsvereinsvorsitzender Hans-Dieter Brand hatte diese zum Tag deröffentlichen Vorstellung der Pläne zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Trotz strömenden Regens waren viele in den Haferkamp gekommen. Parteigenosse Uwe Märtens stellte sogar sein Wohnzimmer für einen trockenen Ablauf der Veranstaltung zur Verfügung. Märtens und Brand hatten den Anwohnern versprochen, sie umgehend zu informieren, wenn es neue Entwicklungen in Sachen B 65 gebe. Brand ließ es sich nicht nehmen, sich über die Auflösung der Widersprüche zu freuen, die in der Planungsphase verursacht worden waren. "Siehe da, das Konzept kommt dem gleich, das wir bereits 2004 gefordert hatten", erklärte Brand. Dass der Landkreis dann aus der Rodenberger Idee eine Variante gemacht habe, die so nicht akzeptabel gewesen sei, habe sich jetzt durch neue Gespräche und Ideen ändern lassen. Brand konnte den Anwohnern jedenfalls verkünden, dass kein "störendes Riesenbauwerk" in ihrer Nachbarschaft meterhoch in die Luft ragen wird, sondern, dass eine elegantere Lösung erarbeitet worden ist. Wie Brand mitteilte, hat sich in den Einzelgesprächen bei den Anliegern eine "hohe Zufriedenheit gezeigt". Angenehm überrascht seien die Bürger auch in ökologischer Hinsicht. Die Stadt plant nämlich, den Streifen zwischen der neuen Bundesstraßentrasse und dem neuen Verlauf der K 53 zu bewalden. So hofften die Bürger auf mehr Lärm- und Schadstoffschutz. Der neue Entwurf sei auch sonst akzeptiert worden.

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