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Aksa-Moschee zieht an die Enzer Straße

Moschee offen für alle Konfessionen

Stadthagen (han). Der Türkisch-Islamische Kulturverein Stadthagen wird den Standort der Aksa-Moschee von der Lauenhäger Straße auf das ehemalige Gelände der Autospedition Richard Lawson an der Enzer Straße verlegen (wir berichteten). Während einer Informationsveranstaltung im Sitzungssaal der Stadthäger Stadtverwaltung klärte der Vorstand des Vereins über das Vorhaben auf und stellte sich den Fragen der Bürger.

Nachdem Emine Yolac, Stadthäger SPD-Ratsfrau und Leiterin der Jugendgruppe der Aksa-Moschee, die Aufgaben und Ziele des Vereins ausführlich dargestellt hatte, widmete sie sich gemeinsam mit dem Vorsitzenden Ali Ünlü den Fragen der Zuhörer. Ob die neue Stätte der Moschee nicht zu weit von der Innenstadt entfernt sei, wollte einer wissen. "Sie haben Recht", antwortete Ünlü. Allerdings liege die ehemalige Spedition an einer Hauptstraße, was einen großen Vorteil darstelle. Der Wunsch nach Einigkeit auf der politischen Ebene sei wichtiger gewesen als der bevorzugte Standort auf dem Gelände des früheren Autohauses Rauth in der Gartenstraße. Die CDU-Fraktion hatte Einwände gegen die geplante Nutzung des Rauth-Gebäudes durch den Verein erhoben (wir berichteten). Ünlü gab zu, dass viele Gemeindemitglieder, die im Stadtinneren wohnen, Widerstand gegen das fußläufig kaum zu erreichende Areal an der Enzer Straße geleistet hätten. "Wir konnten einige überzeugen, auf das Fahrrad zu steigen." "Was für ein kirchliches System haben Sie?" fragte ein Besucher mit Blick auf die finanziellen Aspekte des Gemeindelebens. Vorbeter seien von der türkischen Regierung bezahlte Beamte, die nach Deutschland entsandt werden, klärte Ünlü mit Bezug auf den Imam auf, der sich um die Aksa-Gemeinde kümmert. Ansonsten finanziere sich der Türkisch-Islamische Kulturverein wie jeder andere Verein ausschließlich von Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Für den neuen Standort der Aksa-Moschee sei ein Kredit aufgenommen worden. Das Rauth-Gebäude sei bereits verkauft worden, entgegnete der Vorsitzende auf die Frage nach den übrigen Vereinsimmobilien. Das jetzige Zentrum an der Lauenhäger Straße solle nach Möglichkeit veräußert, zumindest aber vermietet werden. "Stellen Sie die Räumlichkeiten auch Mitgliedern anderer Konfessionen zur Verfügung?" lautete eine weitere Frage. "Die Moschee steht allen offen, sowohl Muslimen unterschiedlicher Richtung, als auch Nicht Muslimen", informierte der Chef des Türkisch-Islamischen Kulturvereins. Die Eröffnung werde für die Zeit vor den Sommerferien angestrebt. Das Gebäude soll lediglich umfunktioniert werden, ohne das Äußere zu verändern. Die vorhandenen Finanzmittel sollen vor allem in die Frauen- und Jugendarbeit des Vereins investiert werden. "Es wird kein Muezzinruf nach außen dringen, jedenfalls noch nicht", scherzte Ünlü.




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