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Eröffnung auf dem Kollegienplatz / Viele Vorträge und Kulturprogramme auch für "Nichtstudenten"

Morgen ist Auftakt: Sommeruni ist für alle da

Rinteln (ur). Über 250 Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren können die Veranstalter der Sommeruni 2008 morgen Nachmittag auf dem Kollegienplatz begrüßen - dort, wo einst das akademische Leben florierte, bis in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Jerome als "König Lustig" von Westfalen, der Bruder von Napoleon, mit seinem Federstrich jede weitere Entwicklung zunichtemachte.

Die jungen Männer und Frauen stammen überwiegend aus Norddeutschland, aber auch diesmal reisen wieder einige besonders Interessierte aus europäischen Nachbarländern oder dem Süden der Republik an. Den "Studierenden auf Probe" wird eine ganze Woche lang die Möglichkeit geboten, wissenschaftliche Vorträge auf Hochschulniveau zu hören, an Seminaren teilzunehmen und Grundsätzliches über allgemeine Studienpraxis zu erfahren, wozu Professoren und Dozenten aus verschiedenen Universitäten und Bildungswerken anreisen. "Last-Minute-Anmeldungen können nur noch in sehr begrenztem Umfang berücksichtigt werden, aber was möglich ist, das werden wir möglich machen!", heißt es dazu von Günter Kania, der für die Volkshochschule das Projekt Sommeruni koordiniert. Und weil zum Studentendasein auch das Feiern, das Diskutieren und die aktive Teilnahme am kulturellen Leben gehören, wird auch das nicht zu kurz kommen. Das belegt beispielsweise die Eröffnungsshow am morgigen Sonnabend um 19 Uhr im Brückentorsaal mit Musik und Kabarett und setzt sich fort mit Frühschoppen-Treffs am Sonntag jeweils um 10.45 Uhr. Um "Globalisierung und Heuschreckengefahr" geht es zum Beispiel beim Wirtschafts-Frühschoppen mit Prof. Dr. Peter von Mitschke-Collande mit dem Schwergewicht auf den Standort Deutschland. Den "Sportfrühschoppen" im Altstadtkeller an der Klosterstraße moderiert Dr. Sven Lewandowski zum Thema "Fußball als gesellschaftliches Phänomen", beim "Philosophischen Frühschoppen" in der Bodega am Marktplatz geht es mit Maxi Berger um die zentrale Frage "Was ist der Mensch?" und 40 Jahre nach der studentischen Kulturrevolution von 1968 meldet sich mit Prof. Dr. Manfred Lauermann ein Aktivist jener Tage mit der Frage "Was ist davon geblieben?" zu Worte. Auch diverse Vorlesungen können von Nichtteilnehmern besucht werden: Am Sonntag zum Beispiel die folgenden Vorträge, die jeweils um 17 Uhr beginnen: "Geschlecht als Platzanweiser im Berufsleben?" heißt es da kritisch im Vortrag von Eva Kristin Hellmann in der VHS (Raum 2/3). Über "Teilchenbeschleunigung mit Lasern" referiert im VHS-Raum 2/4 Dr. Bernhard Hidding, ein Nachwuchswissenschaftler aus Rinteln, der gerade seine Promotion in Düsseldorf "magna cum laude" absolviert hat und trotz seines jungen Alters schon auf beachtliche Veröffentlichungen verweisen kann. Zur "Einführung in die Lebenskunst" spricht Dr. Rainer Miehe im Vortragsraum 2 der Berufsbildenden Schulen, die Frage "Was ist neu an Bachelor und Master?" beantwortet Dr. Martin Beyersdorf an der BBS im Raum 1 und über die Geschichte der Universität Rinteln spricht der Historiker Dr. Stefan Meyer im "Museum Eulenburg". Der Theologe Jan Markus Pinjuh thematisiert in der VHS (Raum 1/2) "Die Heilsvermittlung anderer Religionen aus christlicher Sicht" und die kontroverse lokale Debatte um den Gefallenen-Gedenkstein am Kollegienplatz kann man mit Dr. Raimond Reiter im Foyer der VHS reflektieren. Bereits um 16.15 Uhr hält Prof. Dr. Günter Gross in der Kreishandelslehranstalt (Raum 3) den Vortrag "Warum ändert sich das globale Klima?". Eine derart dichte Programmfolge gilt für die folgenden Tage und auch da sind die Vorträge auch "Nicht- studenten" kostenfrei zugänglich: Einzelheiten dazu unter www.sommeruni-rinteln.de.




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