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Woran erkennt man Falschgeld? Ein Ausflug in die Welt des Geldes

Moneten, Mäuse und Blüten

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Der Klasse 3 der Grundschule Wangelist

Hameln. „Was sind eigentlich Blüten und woher kommt der Name?“, wollte Charleen von den Mitarbeitern der Sparkasse Weserbergland wissen, die im im März die Klasse 3 der Grundschule Wangelist besuchten.

Das Thema war Falschgeld. Falschgeld ist gefälschtes oder nachgemachtes Geld, das nicht den Wert besitzt, den es zu haben scheint. „Wie viel Falschgeld hatten Sie denn schon auf Ihrer Sparkasse?“, interessierte Jella besonders, aber diese Information ist streng geheim und daher konnte die Frage nicht beantwortet werden. Die Schüler erfuhren aber, dass 63 000 gefälschte Banknoten im Wert von 1,1 Millionen Euro in den gesamten Euroländern im Umlauf sind. Am häufigsten wird der 50-Euro-Schein gefälscht.

Wie erkennen wir einen gefälschten Schein? Dieser Frage gingen die Schüler mit Feuereifer nach. Verschiedene Geldscheine wurden ganz genau untersucht und im wahrsten Sinne des Wortes unter die Lupe genommen.

Im Licht kann man die Wasserzeichen besonders gut sehen.

Dabei entdeckte die Klasse zehn Sicherheitsmerkmale, die in jedem Schein stecken. Da wurde eifrig Ausschau gehalten: nach der Spezialfolie, auf der der Wert des Geldscheins und ein Euro-Zeichen zu sehen sind. Die Scheine wurden gegen das Licht gehalten, damit die Wasserzeichen besser gesehen wurden. Es wurde gefühlt und getastet, denn die Scheine fühlen sich anders an als normales Papier, sie sind nämlich aus Baumwolle. Deshalb können sie auch ruhig in der Waschmaschine mitgewaschen werden. Die Kinder ertasteten den Stichdruck, das sind die kleinen Buchstaben auf jedem Schein und nahmen die Mikroschrift unter die Lupe. Sie lernten das Prinzip „Fühlen – Sehen – Kippen“ kennen, um Geldscheine zu untersuchen.

Am eindrucksvollsten waren aber die UV-Eigenschaften, die unter den Schwarzlichtlampen sichtbar wurden, die die Mitarbeiter der Sparkasse Weserbergland mitgebracht hatten. „In meiner Gruppe haben wir einen Fünfziger und einen Zwanziger unter ein Schwarzlicht gehalten“, erzählt ein Junge. „Der Fünfziger hat gelb-grüne Punkte bekommen, der Zwanziger hat bunte Striche bekommen.“ „Punkte, Striche und Sterne leuchten im Schwarzlicht“, erkannten auch Mariella und alle anderen Kinder.

Dass sie diese und viele andere Sicherheitsmerkmale jetzt genau kennen, stellten die Kinder am Schluss mit einem kleinen Quiz unter Beweis.

Die neuen Scheine sind zwar immer schwieriger zu fälschen, aber was tue ich, wenn ich wirklich einen gefälschten Schein in der Hand habe? Diese Frage beantwortet Annika jetzt so: „Dann muss man zur Bank oder zur Polizei gehen, damit sie die Spur verfolgen können, wenn man noch weiß, woher man den Schein hat.“ Wer mit Falschgeld bezahlt, wird nämlich mit einer Geldstrafe von bis zu 100 000 Euro bestraft. Wer es herstellt, muss mindestens für zwei Jahre ins Gefängnis. Hannahs Fazit aus diesem interessanten Ausflug in die Welt des Geldes: „Demnächst schaue ich mir alle Scheine genau an. Vielleicht habe ich ja auch einmal Falschgeld in der Hand.“ Als es am Schluss auch noch Preise für das Quiz gab, waren sich alle Kinder einig: „Das war sehr cool.“




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