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Bürgermeisterwahl: ProBürger-Vorsitzender sagt CDU-Chef Unterstützung zu

Mönkeberg drängt Siegmund zur Kandidatur

Bad Münder (mf). „Hans-Ulrich Siegmund wäre der aussichtsreichste Bürgermeisterkandidat, den die CDU aufbieten kann.“ Der Mann, der das sagt, kommt nicht etwa aus den Reihen der Union selbst, sondern erstaunlicherweise aus dem Lager der Mitbewerber: Als erster münderscher Politiker überhaupt hat jetzt ProBürger-Chef Helmuth Mönkeberg dem CDU-Partei- und Fraktionsvorsitzenden öffentlich Unterstützung zugesichert.

H.-U. Siegmund

Alles spreche für Siegmund, machte Mönkeberg jetzt in einer Stellungnahme deutlich. „Er ist seit 27 Jahren im Rat, bekleidet schon das Amt des stellvertretenden Bürgermeisters, ist mit seiner Familie in der Stadt verwurzelt, hat das richtige Alter und bringt als Ökonom durchaus Fachkompetenz mit.“ Siegmund kenne die münderschen Verhältnisse wie kaum ein anderer aktiver Politiker und könne sich deshalb sofort in die neue Aufgabe stürzen. „Wenn die CDU überhaupt eine Chance gegen die SPD haben will, muss sie alles auf diese eine personelle Karte setzen“, ist Mönkeberg überzeugt.

Dazu gehöre auch, den Heimbonus auszuspielen. Dass die SPD voraussichtlich nur einen Kandidaten von außerhalb aufbieten könne, sei gleichzeitig eine große Chance für die CDU. Siegmund lasse sich so als Gegenentwurf – eben als „ein Bürgermeister von hier“ – verkaufen, der die Sorgen und Nöte der Menschen vor Ort kennt. Es wäre deshalb falsch, der SPD einen Verwaltungsfachmann von außen entgegensetzen zu wollen, warnt Mönkeberg, zumal es mit Kämmerer Marcus Westphal bereits einen ausgewiesen Experten im Rathaus gebe.

Mit Unverständnis reagierte Mönkeberg auf Äußerungen des bisherigen CDU-Fraktionsvorsitzenden Harald Einecke, der sich genau für einen solchen Weg ausgesprochen hatte. „Es ist aus meiner Sicht schon verwunderlich, dass Herr Einecke seinem Nachfolger damit indirekt die Qualifikation abspricht“, so der Pro-Bürger-Chef kopfschüttelnd. Er schätze zwar auch Einecke sehr für dessen Gradlinigkeit in der Vergangenheit, „aber in diesem Fall wäre es klüger gewesen zu schweigen“, macht Mönkeberg deutlich.

Das macht zumindest der Rest der münderschen CDU. Die Partei hält sich derzeit noch auffallend zurück. So hat bislang auch noch niemand aus den eigenen Reihen Siegmund öffentlich den Rücken gestärkt oder ihn gar zur Kandidatur aufgefordert. Der Stadtverbandschef zögert aber offenbar selbst noch, ob er überhaupt seinen Hut am 26. Februar in den Ring werfen soll. Eine Entscheidung hat er für spätestens Mitte November angekündigt.



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