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Wöchentlich: Tipps für Senioren und Behinderte / Datenbank für Organisationen und Einrichtungen

Möglichst bald: Beirat plant Bürgerservice-Büro

Obernkirchen (sig). Der Senioren- und Behindertenbeirat der Bergstadt erhält immer mehr Gewicht. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass inzwischen 27 Prozent der Einwohner im gesamten Kreisgebiet älter als 60 Jahre sind. Bald wird jeder Dritte dazugehören. Die Politiker sind schon heute gut beraten, die Anliegen dieser Altersgruppe ernst zu nehmen. Albrecht Stein, der Vorsitzende des Beirates, machte das bei einer Zusammenkunft im Café "Am Sonnengarten" deutlich.

Er kündigte zugleich an, dass man plane, künftig wöchentlich eine Sprechstunde im Rathaus abzuhalten. Am günstigsten wäre wohl ein Markttag, an dem ohnehin mehr Betrieb in der Innenstadt herrscht. Albrecht Stein plädiert für Freitagvormittag. Senioren und Behinderte sollen sich dann in einem speziellen Bürgerservice-Büro Tipps holen, an wen sie sich mit einem bestimmten Problem werden können. Ein Arbeitskreis des Beirates befasst sich derzeit mit dem Vorhaben, eine Datenbank zu erstellen. Sie soll einen schnellen Zugriff auf die Adressen wichtiger Organisationen und Einrichtungen ermöglichen, die für Anliegen von Senioren und Behinderten zuständig sind. Stein: "Wir möchten zudem möglichst viele Kontakte unterhalten und ein richtiges Netzwerk knüpfen." Diesem Zweck diente auch eine Gesprächsrunde mit Vertretern heimischer Seniorenheime. Eines der angeschnittenen Themen waren die Energiekosten. Sie würden, so Stein, erst die Heime und dann die Bewohner belasten. Klage geführt wurde über den bürokratischen Dokumentationsaufwand in den Heimen. Für jede Pflegekraft fallen auf diese Weise täglich anderthalb Stunden an. Mit Besorgnis reagierten die Teilnehmer dieser Gesprächsrunde auf den zunehmenden Leerstand von Geschäften in der Bergstadt. Nach dem Weggang von "Plus" und "Seifenplatz" sei Obernkirchen ohnehin leerer geworden. Der Umzug von "Aldi" entvölkere den Bornemannplatz. Befürchtet wird, dass jetzt auch "Kik" diesen Standort verlässt. Andernorts gebe es bereits eine Gegenentwicklung, erklärte Albrecht Stein. Da würden in bestimmten Stadtteilen Läden eingerichtet, die den Senioren weite Wege ersparen sollen. Robert Rammelsberg bemängelte in diesem Zusammenhang, dass es in Obernkirchen kein richtiges Konzept für die geschäftliche Entwicklung gebe. Kritischäußerte sich der Beiratsvorsitzende darüber, dass er dem Investor des gesamten früheren Bornemann-Geländes zweimal geschrieben habe, weil er auf diesem Grundstück Sitzbänke und eine Toilettenanlage vermisse, aber eine Antwort habe er nicht erhalten.




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