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Mittwochs wird die Welt entdeckt

Bad Münder. Der Mittwoch ist für die kleinen Tagesgäste des evangelischen Kindergartens ein besonderer Wochentag. Denn dann kommt Birgit Linnemeier zu Besuch. Und die hat jede Menge spannende Experimente im Gepäck. Es dauert nur wenige Augenblicke und das Spatzenest verwandelt sich in ein Forschernest.

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Autor:

Christoph Hecht

Expermentiert wird unter anderem mit Luft. So lernen die Kinder zum Beispiel, dass ein leerer Schuhkarton in Wirklichkeit gar nicht leer ist – sondern voller Luft. Mit einfachen Versuchen zeigt Linnemeier den Zwei- bis Fünfjährigen, wie man das unsichtbare Element sicht- und spürbar machen kann. Dabei kommen unter anderem Kerzen, Strohhalme und Fächer zum Einsatz.

Eine bei den Kindern besonders beliebte Möglichkeit, Luft anschaulich zu machen, ist das Seifenblasen-Blubbern: Volle Kraft voraus – die kleinen Entdecker pusten so lange Luft in die Seifenlauge, bis der emfindliche Schaum über den Rand der Plastikschüssel quillt.

„Das eigenständige Forschen macht den Kindern viel Spaß“, sagt Kindergartenleiterin Damaris Nikesch. Während der Versuche lernen die Kinder aber nicht nur ihre Umwelt besser kennen – auch andere Fähigkeiten werden geschult. „Die Experimente helfen ihnen dabei, die Sprache und die Feinmotorik zu verbessern“, erklärt Nikesch. Ein weiteres Ziel des Entdeckerunterrichts sei es, den Kindern die Angst vor dem Fragestellen zu nehmen. „Wer etwas erforschen will, muss sich oder anderen Fragen stellen.“

Derselben Ansicht ist man bei der bundesweiten Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. Für die Förderung des Entdeckergeistes und das Engagement auf dem Gebiet der naturwissenschaftlichen und technischen Frühbildung zeichnete die Stiftung den Kindergarten Spatzennest gestern mit einer Plakette aus. „Das hier ist ein ganz besonderes Forscherhaus“, sagte Claudia Nicolai, die das kleine Schild – demnächst wird es den Eingangsbereich der Kita zieren – überbrachte.

Sie ermunterte die Kinder dazu, kräftig weiter zu forschen und so oft wie möglich auf Entdeckungstour zu gehen. Auch dann, wenn sich dabei manchmal auch der eine oder andere Fehler einschleicht. Denn häufig seien es die Misserfolge, in denen sich wichtige Erkenntnisse verstecken. Aber was machen die Spatzenküken, wenn sie der Forschergeist ganz plötzlich packt und es gerade nicht Mittwoch ist? „Dafür haben wir unseren Experimente-Schrank“, erklärt Nikesch, „daraus dürfen sich die Kinder frei bedienen.“



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