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Im Rahmen des Projektes „Politik zum Anfassen“ entdecken Jugendliche die Demokratie als Planspiel

Mittendrin statt nur dabei: Schüler spielen Rat

Bad Münder (st). „Wieviel Taschengeld bekommt ihr eigentlich?“, fragt Helmut Fasse, langjähriger ehemaliger Ortsbürgermeister und zurzeit Fraktionsvorsitzender von proBürger im Rat, die Schüler der siebten und achten Klasse der Astrid-Lindgren-Förderschule. Es folgt ein lautes durcheinander der verschiedensten Antworten. Wie der einzelne mit dem Geld haushalte wird diskutiert – Fasse nimmt geschickt die Überleitung zur Politik, zum Haushalt und zur Frage, wer wie entscheidet, was mit welchem Geld angestellt wird.

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Er war gemeinsam mit Helmut Burdorf von den Grünen in der Einrichtung zu Besuch, um die Schüler auf ein besonderes Erlebnis einzustimmen: „Politik zum Anfassen“ (PzA). Das von der Region Hannover initiierte Projekt soll jungen Menschen zeigen, wie Politik in der Realität funktioniert. Mit einfachen, alltäglichen und anschaulichen Beispielen versuchen die echten Kommunalpolitiker den Jugendlichen komplexe demokratische und verwaltungsspezifische Zusammenhänge deutlich zu machen.

Während der ersten Phase, die gestern in den Räumen der Schule begann, haben die Teilnehmer die Möglichkeit, den Gästen aus der Kommunalpolitik Löcher in den Bauch zu fragen, um einen ersten Eindruck von deren – ehrenamtlicher – Arbeit zu gewinnen. Im Anschluss sollen sich die Schüler dann überlegen, was sie täten, würden sie in der Haut der Mandatsträger stecken. Je nach Einstellung teilt sich die Klasse dann in verschiedene Lager auf, die die realen Fraktionen nachbilden. Hier werden Anträge für eine fiktive Ortsratssitzung erarbeitet, die am Mittwoch, 3. Juni, unter der Leitung der Ortsbürgermeisterin Petra Joumaah stattfindet. Die echte Ortsratssitzung steigt bereits am Donnerstag, 25. Mai. Die Schüler werden als Zuhörer an dieser Sitzung teilnehmen und ihre Eindrücke am folgenden Tag mit Politikern besprechen. Hier gibt es dann letzte Tipps zur Formulierung der Anträge.

„Ortsrat zum Anfassen“ sei eines der wenigen Projekte der politischen Bildung, die für Förderschulen angeboten würden, sagt PzA-Geschäftsführerin Monika Dehmel. Die Zeit-Stiftung habe zu diesem Zweck einen Extra-Topf zur Förderung von Veranstaltungen an Förderschulen eingerichtet.

Helmut Fasse (proBürger) und Helmut Burdorf (Grüne) diskutieren mit den Schülern der Astrid-Lindgren-Schule über aktuelle Themen wie den Aufbau der KGS. Foto: st



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