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Kinder müssen zu Hause speisen

Mittagessen im Kindergarten? Eltern lehnen ab

Lüdersfeld (han). Aus dem Vorhaben der Gemeinde Lüdersfeld, ihren Kindergartenkindern täglich ein warmes Mittagessen anzubieten, wird vorerst nichts. Aufgrund des mangelnden Elterninteresses werden die Kinder auch weiterhin zu Hause essen.

Die Idee, in dem Kindergarten "De soiten Racker" ein Mittagessen anzubieten, stammte von Heinz Windheim, Bürgermeister von Lüdersfeld. Zu einem Tagessatz in Höhe von 2,50 Euro sollten vorwiegend die Zweijährigen beköstigt werden. "Ich habe gelesen, dass Kinder, die mittags satt nach Hause kommen, ausgeglichener und weniger quengelig sind", begründet Windheim seinen Vorschlag. Die Mahlzeiten wären von der Gastwirtschaft "Zum Dicken Heinrich" zubereitet worden, entsprechende Arrangements seien bereits getroffen worden. Auch sei das Angebot ausreichend kommuniziert worden, man habe alle Eltern angeschrieben und auf dem vergangenen Sommerfest noch einmal darauf hingewiesen. Trotzdem sei nur ein Kind für das Mittagessen angemeldet worden. Ursprünglich war das Essen auch für die älteren Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren gedacht. In dieser Altersgruppe habe es jedoch keine einzige Anmeldung gegeben. "Wir können niemanden zwingen", sagt Windheim. Der finanzielle Aspekt habe die Eltern sicherlich nicht abgeschreckt. "Die Familien wollen halt gemeinsam mit ihren Kindern essen, dafür muss man Verständnis haben," meint der Bürgermeister und Gemeindedirektor. Bei dem Vorschlag habe die Gemeinde vor allem berufstätige Mütter im Blick gehabt. Doch offensichtlich seien viele Mütter vormittags zu Hause und wollten gerne mit ihren Kindern essen, so der Bürgermeister. "Vielleicht misstraut man der ganzen Sache. Auch Elternteile, die nicht berufstätig sind, könnten das Angebot ausprobieren." Zumindest bleiben der Gemeinde Lüdersfeld zusätzliche Kosten erspart. "Für das Mittagessen hätten wie eine 400-Euro-Arbeitskraft anstellen müssen", so Windheim.




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