weather-image
Neujahrsempfang der Kirchengemeinde

Mitmacher gesucht

Apelern (nah). Mehr denn je ist die Kirche auf ehrenamtliche Mitarbeit angewiesen. Diesen Appell richtete die Pastorin der Apelerner Kirchengemeinde, Anette Sieling, an die Teilnehmer beim Neujahrsempfang. Schon heute zähle der Kreis der Helfer und Mitwirkenden rund hundert Personen. Weitere, besonders für die Kinder- und Familiengottesdienste, seien gewonnen worden. Doch das reiche nicht: "Die Menschen müssen sich für die Zukunft der Kirche mitverantwortlich fühlen."

Dass bei den hauptberuflich Tätigen angesichts erheblicher Sparmaßnahmen eine Obergrenze erreicht sei, machte Sieling am eigenen Beispiel deutlich. Sie sei momentan neben der eigenen Gemeindearbeit durch Abwesentheitsvertretungen in Nachbarkirchspielen überlastet. Besonders eine Häufung von Trauerfällen binde alle Kapazitäten. Deshalb nehme sie dankbar jede Initiative an. So wolle der neugebildete Kirchenvorstand mehr Menschen "unter 50" gewinnen. Das Gremium steht nicht allein: Auch ehemalige Kirchenvorsteher wollen weiterhin mitmachen. Positiv entwickele sich die Reihe der "Gottesdienste einmal anders". Dankbar erkenne sie das steigende Interesse an religiösen Themen in der jüngeren Generation. Dem wolle sie Rechnung tragen: In der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag will sie vor allem Jugendlichen "Wachen und Beten" anbieten. Was Sieling vor den gut 50 Teilnehmern des Neujahrsempfangs nicht aussprach, bemerkte Bürgermeister Heinrich Oppenhausen. Er sei "einfach enttäuscht" über die geringe Beteiligung aus den Ortsteilen bei dieser Veranstaltung. Er ärgere sich auch zunehmend über "Konkurrenztermine". Wiederholt habe es parallel zu zentralen Vorhaben von Kirche oder politischer Gemeinde in einigen Ortsteilen eigene Pläne gegeben: "Hier erwarte ich doch eine bessere Absprache oder zumindest eine größere Rücksichtnahme." Oppenhausen, der die Wahlbeteiligung der jüngsten Kirchenvorstandswahl (29 Prozent) mit der für den Gemeinderat (58 Prozent) verglich und beides als "beschämend" kommentierte, ging abschließend kurz auf die finanzielle Lage Apelerns ein.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt