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Mitgliederzahlen bei der TuSpo gehen stetig zurück

BAD MÜNDER. Das Vereinsleben ist lebendig, aktiv und überwiegend erfolgreich. Doch in den Zahlen bei der TuSpo findet sich das nicht wieder, denn: Die Statistiken mit sinkenden Mitgliederzahlen sprechen eine bedenkliche Sprache.

Sportlerinnen des Jahres: Der TuSpo-Vorsitzende Helmut Burdorf (v.l.) zeichnet Amelie Willer und Klara Steuer aus. Fotos: Mensing

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Gert Mensing Reporter

Waren noch 2005 rund 1600 Mitglieder in der TuSpo als Beitragszahler vertreten, so sind es heute nicht einmal mehr die Hälfte davon. Auch 2017 gab es bei den Eintritten wieder einen Rückgang von 56 Männern und Frauen. Somit werden, wie auch schon im vergangenen Jahr, die Beitragseinnahmen enorm sinken.

Erneut dürfte es für Schatzmeister Jürgen Molitor eine hohe Hürde werden, die Bilanz auszugleichen. In den letzten Jahren war es trotz rückläufiger Einnahmen immerhin gelungen, einen leichten Bilanzgewinn zu verzeichnen.

Allerdings gibt es auch gute Nachrichten: Der Landkreis bewilligte einen jährlichen Zuschuss für das Jahnstadion. Jahrzehnte lang wurde der Schulsport hier vor der TuSpo finanziert. Nun fließen jährlich 6000 Euro in den Vereinssockel.

Allerdings entwickeln sich auch die Kosten für die Sporthallenbenutzungen nach oben, auch in der von TuSpo und Sportclub übernommenen ehemaligen Grundschul-Turnhalle entstehen rund 15000 Euro an Betriebskosten.

Die Vorsitzende des Kreissportbundes, Maria Bergmann, ging hart ins Gericht mit der Politik. Sie sei gefordert, für genügend Sportstätten zu sorgen und auch finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen. Bergmann betonte, Vereine müssen sich vermehrt den Trendsportarten öffnen. „Wir brauchen Nachwuchs, aber auch ehrenamtliche Mitarbeiter“, so die Vorsitzende. Sie erwähnte, dass sie auch mit Bürgermeister Hartmut Büttner bereits über die Situation und die Entwicklung der Sportstätten in Verbindung stehe.

Mit einigen neuen Sportarten will die TuSpo ihr Angebo erweitern: So wurden eine Darts-Abteilung und eine Tanzgruppe gegründet. Außerdem startet im Herbst wieder eine Fußball-Herren-Mannschaft, die möglichst schnell an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen soll. Allerdings muss für die Fußballer noch eine weitere Trainingsmöglichkeit geschaffen werden, da das Jahnstadion keine Flutlichtanlage besitzt und ein Neubau dafür die finanziellen Möglichkeiten sprengen würde.

Den sportlichen Höhepunkt in diesem Jahr lieferten die Leichtathleten. Mit Klara Steuer und Amelie Willer sowie Linn Garben und Pia Pfeifer aus Springe wurde man mit der 4x75-Meter-Staffel Kreismeister. Das Quartett wurde auch zur Mannschaft des Jahres gekürt und von Helmut Burdorf ausgezeichnet. Einen Sportler des Jahres gibt es diesmal nicht.

Relativ schnell gingen die Vorstandswahlen ab. Nachdem Helmut Burdorf einstimmig als Vorsitzender wiedergewählt war, wurde auch der komplette Vorstand im Amt bestätigt. Somit sind Jürgen Schendel (2. Vorsitzender), Jürgen Molitor und Manfred Luft (Kassenwarte), Michael Brand (Mitgliederwart), Gunnar Meier (Sportwart) und Christian Oltmer (Schriftführer) weiterhin im Amt.

Der stellvertretende Bürgermeister Uwe-Peter Keil freute sich, dass auch nach 156 Jahren Lebensdauer noch engagiert bei der TuSpo gearbeitet wird.



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