weather-image
22°

Mitgliederschwund beim DRK Bad Münder ist nicht aufzuhalten

BAD MÜNDER. Vor 80 Jahren trat Grete Rußmeyer dem Roten Kreuz bei. „Aus beruflichen Gründen“, wie die heute 98-Jährige sagt. Für ihre langjährige Vereinstreue wurde sie jetzt geehrt. Doch zuvor blickte die Vorsitzende Regina Seifert in ihrem Jahresbericht auf die Bilanz des Jahres 2018 zurück.

Vorsitzende Regina Seifert (hinten, v.li.) und Präsidiumsmitglied Michael Lück mit den Geehrten: Ingrid Pfannschmidt, Christa Bund, Gisela Honig, Margret Mathewes und Erna Vogt sowie Grete Rußmeyer (vorne li.) und Gisela Behnke. Foto: Szabo

Autor:

Patricia Szabo

So leisteten die ehrenamtlichen DRK-Helfer insgesamt 1460 Arbeitsstunden leisteten. Alleine 480 davon entfielen auf die sechs Blutspendetermine. „Bei den Terminen betreuten und verpflegten wir 740 Spendenwillige“, so Seifert. Auch das Programm des Verbandes war im vergangenen Jahr mit vielen Aktionen gefüllt: Zweimal fand das Familienfrühstück statt, und auch die Herbstlese im Oktober mit der Familie Wanderer „kam bei den Mitgliedern richtig gut an“, freute sich die Vorsitzende und kündigte an: „Nächstes Jahr feiern wir das 40-jährige Bestehen.“

Die Seniorengymnastik unter der Leitung von Erna Vogt sei das älteste bestehende Angebot der DRK-Ortsgruppe und werde stets gut angenommen, fügte Seifert hinzu. Und auch der Spielenachmittag unter der Leitung von Hannelore Holms erfreue sich wieder einer höheren Beteiligung. Zu den Highlights des Jahres gehörte zudem die Seniorenfahrt zum Süntelturm. Auch 2019 soll neben neuen und bewährten Angeboten eine Fahrt stattfinden – wohin, wird noch nicht verraten. Am 4. Mai findet außerdem eine DRK-Familienrallye statt, und auch das „Meet-and-Eat“-Fest werde wiederholt, kündigte Seifert an.

Einen Jahresbericht gab es auch vom Bereitschaftsleiter Matthias Wenzel. Rund 7500 Stunden ehrenamtlicher Arbeit verzeichneten die 41 Einsatzkräfte am Standort Bad Münder. Hinzu kamen etliche regionale und überregionale Seminare. Dreimal seien die Retter mit ihren Allradrettungsfahrzeugen in den Bereich des Deisterkammes gerufen worden. „Wir unterstützten die Rettung und Abtransport bei Sportunfällen mit Pferd und Mountainbike“, sagte Wenzel. In Erinnerung blieb zudem die Stürmung eines Mehrfamilienhauses durch das Sondereinsatzkommando an der B 442. Auch hierbei war die Hilfe der Bereitsschaft gefragt. Ein weiterer Einsatzdienst führte zudem zu einem Altersheimbrand Hardegsen im Landkreis Northeim. Erfreut zeigte sich der Bereitschaftsleiter zudem über den neuen Standort der Fahrzeughalle an der Roten Schule.

Und auch der Nachwuchs übt inzwischen fleißig für den Ernstfall. 21 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren unterstützten motiviert die Blutspende und lernten während der Gruppenstunden den Umgang mit Verletzten und Erkrankten, berichtete die Gruppenleiterin Sabine Möbus.

Derzeit zählt der Ortsverband 480 Mitglieder. Kennzeichnend sei jedoch der starke Mitgliederschwund: „Wir verzeichnen einen Rückgang von 36 Mitgliedern“, sagte Seifert. „Durch die Altersstruktur ist es kaum möglich, die ausscheidenden Mitglieder durch Neuaufnahmen auszugleichen“, sagte Seifert. Erfreulich sei jedoch, dass der Stamm der ehrenamtlich Aktiven gehalten werde.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt