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Klassensprecher gestalten ihr Schulleben mit / Lehrerin Kerstin Schmidt: „Zehn Jahre habe ich davon geträumt“

Mitdenken, mitreden und mitentscheiden im Schülerrat

Bad Münder (lil). Demokratie zu lernen und zu leben, fängt bereits im Kindesalter an. Ein gutes Beispiel dafür ist der Schülerrat der Grundschule Bad Münder. Dort kommen jeweils die beiden Klassensprecher der zweiten bis vierten Klassen zusammen, um zu diskutieren, mitzuwirken und mitzubestimmen. Die Lehrerinnen Kerstin Schmidt und Monika Fritsche betreuen das Gremium.

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Gesittet geht es zu während der jüngsten Sitzung des Schülerrats gestern nach der ersten großen Pause im Seminarraum. Die Mädchen und Jungen nehmen ihr Amt als Vertreter ihrer Klasse sehr ernst. Wer etwas sagen möchte, hebt die Hand und wartet, dass Jenna oder Janina aus der Klasse 4c ihn auffordert. Die beiden Viertklässlerinnen übernehmen heute die Moderation. „Es gibt viele Aufgaben, die man in die Hände der Kinder geben kann“, weiß Schmidt. „Man muss sie dabei nur anleiten.“

Die Klassensprecherwahl und das Thema Schülersprache – verbaler und non-verbaler Natur – stehen auf der Agenda. „Wie fandet ihr die Wahl“, fragt Janina das Gremium. Zum Abstimmen stehen den Ratsmitgliedern grüne, orange und rote Kärtchen zur Verfügung. Die Mehrheit hält die grüne in die Höhe. Fazit: Die Wahl hat gut geklappt.

„Zehn Jahre habe ich davon geträumt“, sagt Schmidt. „Jetzt haben wir seit einem Jahr einen Schülerrat.“ Der Lehrerin und ihrem Kollegium liegt es am Herzen, dass die Kinder lernen, selbstständig zu entscheiden und Verantwortung zu übernehmen. So hat der 20-köpfige Schülerrat bereits über die Planung des Schulfests und die Gestaltung seines Pausenhofs entschieden. „Wichtig ist auch immer Reflexion – nach dem Motto: ‚Was können wir beim nächsten Mal besser machen?‘“

Mobbing hingegen zeigt der Schülerrat die Rote Karte. „Das bedeutet, dass jemand immer mit demselben Wort geärgert wird“, erklärt Janina. Der Austausch im Rat zeigt, dass dieses Problem nur im Klassenverband zu lösen ist.

Auch bietet der Schülerrat Raum, Wünsche zu äußern. Ganz oben auf der Liste: saubere Toiletten und ein Fußballrasen.



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