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Markenzeichen „Bewegungskita“: Im Kindergarten Hespe ist Toben ausdrücklich erwünscht

Mit Schwung im Alltag

Hespe. Mit dem Springpferd den Flur entlanghüpfen oder eine Landung im Bällebad, das ist für die Kinder im Kindergarten Hespe die reine Wonne. Bewegung ist in der Einrichtung nicht nur erlaubt, sondern explizit erwünscht. Seit 2008 trägt der Kindergarten das Markenzeichen „Bewegungskita“. Gerade wurde das Markenzeichen, welches Teil des Projektes „Bewegter Kindergarten“ der Landesregierung Niedersachsen ist, vom zuständigen „Qualitätszirkel Bewegungskindergarten“ für zwei weitere Jahre, bis Ende 2014, verlängert.

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Autor:

tina Bonfert

„Kinder bewegen sich immer weniger, und auch die motorischen Fähigkeiten lassen immer weiter nach“, weiß Kindergartenleiterin Jutta Berg, die schon seit 30 Jahren in der Branche arbeitet. Diese Entwicklung sei auch die ausschlaggebende Motivation gewesen, sich für das Markenzeichen „Bewegungskita“ zu bewerben. Im Mittelpunkt des Konzepts stehen die Förderung und Begleitung der Bewegungsentwicklung bei Kindern.

Bewegung wird in alle Bereiche eingebunden. Der Tag im Kindergarten beginnt schon morgens bei der Begrüßungsrunde mit Klatschen und Stampfen zur Auflockerung. Aber auch beim Spielen steht die Bewegung im Vordergrund. Die Kindergärtnerinnen hätten festgestellt, dass Kinder viel besser still sitzen können, wenn sie sich zuvor bewegt haben. Außerdem wirke Bewegung nicht nur dem Verlust motorischer Fähigkeiten entgegen, sondern fördere auch in anderen Bereichen die Entwicklung der Mädchen und Jungen.

„Bewegung soll im Alltag stattfinden, nicht nur punktuell“, betont Berg. Um das Markenzeichen tragen zu dürfen, muss die Kindertagesstätte etliche Auflagen erfüllen. Zum einen muss genügend Bewegungsraum zur Verfügung stehen, zum anderen sind auch ausreichende zeitliche Kapazitäten wichtig, um individuell auf die Kinder abgestimmte Bewegungseinheiten zu entwickeln und durchzuführen. Für die Kindergärtnerinnen stehen regelmäßige Fortbildungen auf dem Programm.

„Ich habe Angst davor, dass Kinder sich zu wenig bewegen“, sagt Werner Vehling, der als Gemeindebürgermeister voll hinter dem Projekt steht. Die Gemeinde setze sich schon lange dafür ein, dass sich der Nachwuchs frei und sicher bewegen könne.

Im Kindergarten Hespe ist auf alle Fälle genügend Bewegungsspielraum vorhanden. Anlässlich der Feier zum 40-jährigen Bestehen im Mai soll auch ein neuer Kletterturm mit Sandbaustelle auf dem Spielplatz „eingeweiht“ werden. Denn auch im Außenbereich können sich die Kinder auf dem Klettergerüst, den Schaukeln und der Rutsche austoben.

Bilder auf sn-online.de



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