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Abschied aus Polizeidienst: Horst Mikitta hat jetzt Zeit zum Zaubern / Klaus Häusler geht segeln

Mit Pauken und Trompeten in den Ruhestand

Nenndorf/Rodenberg (bab). Das Polizeikommissariat in Bad Nenndorf hat zwei Beamte in den Ruhestand verabschiedet. Mit Horst Mikitta und Klaus Häusler verschwinden damit die letzten beiden Polizisten in diesem Bereich, die noch grüne Uniformen getragen haben. Mit dem Abschied der beiden Oberkommissare sind aber auch zwei Polizisten in Pension gegangen, deren Arbeit sehr geschätzt wurde.

Kommissariatsleiter Michael-Andreas Meier hat Klaus Häusler und

Mit einem humorvollen Rückblick auf die Karriere der beiden Kollegen zeichnete Kommissariatsleiter Michael-Andreas Meier die Stationen des Werdegangs der 1948 geborenen Beamten nach. Mikitta ist in Göttingen geboren, Häusler in Rodenberg. Obwohl beide unterschiedliche Polizeilaufbahnen hinter sich haben, verbindet sieeins: Vor ihrem Eintritt in den Polizeidienst hatten sie andere Berufe erlernt. Häusler war Postschaffner, Mikitta schloss eine Lehre als Industriekaufmann ab. Beide haben sich in ihrer anschließenden Laufbahn zum Oberkommissar hochgearbeitet. Meier musste für beide konstatieren, dass sie "unwahrscheinlich schnell beför dert" worden sind. Und das, obwohl sie drei Polizeireformen mitmachen mussten. Während Häusler nach der Ausbildung in Hannoversch Münden und bei der Bereitschaft 34 Jahre in Bad Nenndorf stationiert war, begann Mikitta nach der Polizeiausbildung in Hannover bei der Geschäftsstelle der zentralen Sportausbildung. Dann wechselte er ins Kommissariat Barsinghausen, 1997 nach Schaumburg ins Kommissariat Bad Nenndorf. Seit dem Jahr 2000 war er Leiter der Station in Rodenberg. Häusler, der nicht so in der Öffentlichkeit gestanden habe wie Mikitta, so Meier, sei aber einer der wichtigsten Ermittler im Kriminalermittlungsdienst gewesen. Insbesondere Betrugsfälle gehörten zu seinem Spezialgebiet, wie Meier sagte. "Beide waren bis zum Schluss bei der Sache", lobte der Chef beim Abschied im Feuerwehrgerätehaus in Rodenberg. Noch am Vormittag habe er ihre letzten Vorgänge abgezeichnet. Trotz des einwandfreien Zeugnisses, das Meier seinen Kollegen ausstellte, hatte seine Spürnase auch einen Fleck auf deren weißer Weste erschnüffelt. "Sie haben beide bei ihrer Körpergröße geschummelt", hat der Kommissariatsleiter herausgefunden. "Der eine etwas vorsichtiger, der andere hat richtig draufgehauen", verriet Meier, der die angehenden Pensionäre trotz Lobeshymnen damit wieder auf deren Normalgröße zurechtstutzte. Die angehenden Ruheständler fühlten sich aber trotzdem geehrt und bedankten sich. Mikitta wandte sich auch an Rodenbergs Stadtbrandmeister Roland Kramer, der sich für dessen Arbeit besonders erkenntlich gezeigt hatte und an Grundschulleiterin Brigitta Doering. Der Schulchor hatte Mikitta zum Dank für die gute Zusammenarbeit mit einem musikalischen Beitrag verabschiedet. "Mit Pauken und Trompeten", wollten die beiden Beamten allerdings in den Ruhestand gehen, so Mikitta. Deshalb hatte er für den festlichen Anlass die "Egerländer Besetzung der Original Calenberger" und die Jagdhornbläser vom Hegering Bad Nenndorf engagiert. Für ihren Ruhestand haben Häusler und Mikitta genug Pläne. Als Zauberer Atti Kim kann Mikitta jetzt rund um die Uhr gebucht werden. Langfristig hat er aber vor, sich ins Allgäu abzusetzen und dort seinen Ruhestand zu verbringen. Häusler zieht es in die andere Richtung. Er will mit seinem Segelboot die Ostsee unsicher machen. Und mit langen Törns seine Freizeit genießen.



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