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Ein Törn mit der „Brigg Mercedes“ ist ein maritimes Abenteuer unter 900 Quadratmetern Segeltuch

Mit Mut und Muskelkraft auf dem Großsegler

Bremen. „Wenn jemand ins Wasser gefallen ist, dann rufen Sie laut ,Mann über Bord’“, begrüßt Kapitän Christian Schaaf scherzend seine Passagiere. Dann gibt er das Kommando „Leinen los“. Weserabwärts gleitet die in Vegesack vor Anker liegende „Brigg Mercedes“ zunächst motorgetrieben. Später setzt sie sich weseraufwärts in Bewegung. Aber keiner der Gäste aus dem Weserbergland geht während des vierstündigen Segeltörns über die Reling des Zweimasters.

Der Rumpf eines 1958 gebauten Fischereischiffes wurde entkernt und ein Segelschiff darauf aufgebaut: die „Brigg Mercedes&l

Autor:

Harmut Müller

Für die Großen ist die Fahrt mit dem Segler, dessen Heimathafen Amsterdam ist, ein tolles Erlebnis. Für die Kleinen ist es ein Abenteuer. Sie dürfen der jungen, freundlichen und sehr engagierten Schiffscrew beim Klarmachen der Segel helfen. Dazu gehört, dass sie auch mal das Steuerrad des Kapitäns übernehmen und den 50 Meter langen Großsegler auf Kurs halten.

Der Rumpf des Schiffes stammt von einem Fischereifahrzeug, das 1958 durch die Werft in Urk in den Niederlanden gebaut und von 2003 bis 2005 in Harlingen entkernt und neu aufgebaut wurde. Es ist somit eines der jüngsten Schiffe in der internationalen Flotte der Großsegler. Die europäischen Gewässer befährt die „Brigg Mercedes“ von Monte Carlo über England bis Rostock, wo sie in diesen Tagen auf der „Hanse Sail“ erwartet wird.

Wie die Segel an den 35 Meter hohen Masten gesetzt werden, demonstriert Magdalena Haug. Die Schiffsmechanikerin hatte sich auf einem Containerschiff anheuern lassen, bevor sie sich ihren Traum erfüllte, auf einem Großsegler zu arbeiten. Und die Arbeit ist schwierig – davon können sich die Passagiere überzeugen: Neben der Beachtung hoher Sicherheitsstandards und absoluter Gewissenhaftigkeit sind Muskelkraft und Mut erforderlich. Muskelkraft, um das 900 Quadratmeter große Segeltuch in den Wind zu stellen, es aber auch wieder einzuholen und zu sichern. Mut, um in die Takelage zu klettern, wenn es

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dort hakt.



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