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Bahnhofstraße 27 als Standort

Mit KSB und Awo: Familienzentrum nimmt Formen an

Stadthagen (ssr). Der Plan für ein Familienzentrum in Stadthagen wird immer konkreter. Die Stadt will die Einrichtung zusammen mit dem Kinderschutzbund (KSB) und der Arbeiterwohlfahrt (Awo) führen. Als Standort ist das Gebäude Bahnhofstraße 27 vorgesehen. Der Entwurf eines entsprechenden Kooperationsvertrages ist im Ausschuss des Rates für Jugend, Familie, Soziales und Sport auf einhellige begeisterte Zustimmung gestoßen. Mit der Zustimmung des Rates wird somit fest gerechnet. Start für das Zentrum soll im Jahr 2008 sein.

Im Familienzentrum sollen bereits bestehende und neue Angebote unter einem Dach zusammengefasst werden. Neben Stadt, KSB und Awo sollen dabei auch das Lokale Bündnis für Familien und die Kinderbetreuungsagentur (Kiba) mitmachen. Dadurch sollen die Angebote für Familien in der Kreisstadt deutlich besser vernetzt und Synergien erzielt werden. Im Kooperationsvertrag heißt es dazu wörtlich: "Das Familienzentrum ist Knotenpunkt für ein neues Netzwerk zur individuellen Förderung von Kindern und zur umfassenden Beratung und Unterstützung von Familien." Beratung, Information und Hilfe sollen so leichter zugänglich und vermittelt werden. Was heißt das konkret? Angesiedelt werden sollen im Familienzentrum die bereits existierenden Angebote von KSB und Awo: Schwangeren-, Migranten- und Elternkurberatung, die Beratungsstelle für Kleinkinder, frühkindliche Pekip-Kurse, die mobile psychosoziale Beratung, die Spielkreise sowie Elternkurse und -vorträge. Neu hinzu kommen sollen ein Servicetelefon, ein Cafébereich, Angebote für Gesundheits- und Bewegungsförderung für Kinder, die frühkindlichen Förderprogramme ("Opstapje" und "Schritt für Schritt"), eine Elternschule, Familienhebammen, Kurse für Migranten sowie Kurse für werdende Väter. Die Stadt wird im Familienzentrum eine Koordinatorenstelle einrichten. Zudem wird es eine interne Steuerungsgruppe und als eine Art Aufsichtsgremium einen Beirat geben. Wie Bürgermeister Bernd Hellmann (SPD) sagte, zielt das Konzept ausgeprägt auf eine einladende "niederschwellige" Angebotsstruktur - dazu dienen nicht zuletzt das Servicetelefon und das Café. Weitere grundlegende Ziele sind, Menschen primär "Hilfe zur Selbsthilfe" zu geben und interkulturelle Aktivität zu entfalten. Insgesamt werde das Zentrum für Stadthagen §eine echte Bereicherung" darstellen, zeigte sich Hellmann sicher. Sprecher beider großer Fraktionen zeigten sich begeistert über das Konzept und das Tempo, in dem es zu Stande gebracht worden sei. Dagmar Blome-Soontiens (SPD) betonte, die Bereitschaft zu konstruktiver Mitwirkung aller Beteiligten sei "umwerfend" gewesen. Als einer der Motoren hob sie die Ausschussvorsitzende Merve Neumann-Tietzer hervor. "Wir sagen unsere volle Unterstützung zu", bekundete Marita Gericke (CDU). Der CDU-Fraktionsvorsitzende Gunter Feuerbach fügte hinzu, dass im Bürgermeisterwahlkampf über die Titel Familienzentrum (Hellmann) oder Mehrgenerationenhaus (Feuerbach) "ein bisschen gestritten worden war", spiele insofern keine Rolle mehr, als im Bürgerzentrum "Alte Polizei" ein Mehrgenerationenhaus angesiedelt werde. "Beides zusammen ergibt ein sinnvolles Gesamtpaket", sagte Feuerbach.



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