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Leben und arbeiten wie die Wikinger / Vom Bogenschießen bis zum Zinngießen - damit Geschichte lebendig wird

Mit Kettenhemd und Bogen zurück ins Mittelalter

Obernkirchen (sig). Fünfzehn Jungen und Mädchen im Alter zwischen acht und elf Jahren aus der Bergstadt hatten sich für einige Tage auf eine Zeitreise begeben. Beim JBF-Zentrum lebten sie wie die Normannen oder Wikinger, die einst weite Teile Europas beherrschten und bis nach Amerika vordrangen. Eigens zu diesem Zweck waren auf dem Bückeberg Wikinger-Zelte aufgebaut worden.

Während ihres Aufenthaltes mussten sich die Kinder mit weitgehend in Vergessenheit geratenen Techniken und Lebensbedingungen vertraut machen. Dazu gehörten zum Beispiel das Brennen von Glasmurmeln und das Gießen von Symbolen aus Zinn. Unter anderem wurde auch ein 17 Kilogramm schweres Kettenhemd aus einzelnen Metallringen hergestellt. Die Nachwuchs-Wikinger konnten diese Schutzkleidung anschließend selbst anlegen und dazu den passenden Helm aufsetzen. "Wir wollten, dass Geschichte für Kinder lebendig und begreifbar wird", betonte die im Obernkirchener Jugendzentrum tätige Sozialpädagogin Susanne Veentjer. Und weil die Wikinger ein kampfeslustiges Volk waren, befassten sich die Kinder auch mit Bogenschießen und dem richtigen Einsatz von Schwertern. Ihre künstlerischen Talente konnten die Teilnehmer dazu bei Steinmetzarbeiten in einem besonderen Zelt erproben. Ihre eigenen Werke durften sie zur Erinnerung mit nach Hause nehmen. Das gesamte Konzept war von der Kreisjugendpflege in Zusammenarbeit mit mehreren Kommunen erstellt worden, die ebenfalls Kindergruppen entsandten.




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