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Neues Angebot im Bergbaumuseum / Zuerst ein Probelauf am 7. Juli

Mit Hammer, Balg und Amboss: Schmieden wie zu Opas Zeiten

Kleinenbremen (ly). Schemenhaft sind im Halbdunkeln etwa ein Dutzend Gestalten zu erkennen, Kinder und Erwachsene, umweht von feinem Rauch. Von den Steinwänden der Grotte hallt das Geräusch, wenn Eisen auf Eisen trifft. Gruppenleiter Volker Mundhenke (66) tritt ins Licht, legt den Schmiedehammer kurz zur Seite und sagt: "Hier erfahren Kinder, was ursprüngliches Handwerk ist." Und es gefällt ihnen sichtlich, dieses Handwerk des Schmieds.

Feuer und Flamme: In einer dunklen Grotte am Bergbaumuseum mache

Da wird Metall in der Esse erhitzt, zu Hammer und Schroter gegriffen, da werden Feuerhaken auf dem Amboss geschmiedet, und die Luftzufuhr besorgt ein Blasebalg. Mit seinem neuen Angebot "Schmieden in der Grotte", gerichtet an Kinder ab Schulalter sowie Erwachsene, könnte das Kleinenbremer Museum für Bergbau und Erdgeschichte einen Volltreffer landen. Am Sonnabend, 7. Juli, startet zunächst ein Probelauf. Wer Lust hat, kann einfach zur Rintelner Straße 396 kommen, eine Anmeldung ist nicht nötig. Die Zeiten: von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr. "Bitte alte Kleidung und festes Schuhwerk anziehen", empfiehlt Museumspädagogin Susanne Riedmayer. Besucher können zuschauen oder gleich mitmachen. Das eigentliche Schmieden steigt dann am Sonnabend, 28. Juli, zur gleichen Zeit. Dafür sind Anmeldungen unter Tel. 0 57 22 / 9 02 23 erforderlich. Auch wird ein Kostenbeitrag erhoben. Veranstalter ist der Förderverein des Museums. Susanne Riedmayer könnte sich vorstellen, dass daraus eine Reihe wird, je nach Resonanz. Der Mindener Volker Mundhenke, Schlosser, Konstrukteur und mittlerweile Rentner, hat das Schmieden in der Lehre gelernt. Heute ist es sein Hobby, das er zum Beispiel bei Projektwochen von Schulen vorstellt. Verschrieben hat sich Mundhenke der ursprünglichen Art zu schmieden, mit Feuer und Eisen. Sein "Fernziel" für die Arbeit in Kleinenbremen: "Erz aus der Grube holen, im Rennofen ausschmelzen, dann damit schmieden, daraus Werkzeug erstellen und mit diesem Werkzeug neues Erz aus dem Berg holen." Da schließt sich dann der Kreis.

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