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BleibenÄpfel nicht lange am Baum, können sie zum Saftpressen verwendet werden - aber wo?

Mit Falter-Fallen gegen frühes Fallobst

Landkreis (gus). Nicht nur Pferde lassenÄpfel fallen, auch Bäume. Wie allzu viel Fallobst zu verhindern ist, erklärt Kreisgärtnermeister Dieter Kellermeier. Und er sagt, warum Äpfel auf dem Boden nicht zwingend ein Grund zum Ärgern sein müssen.

Schuld an kiloweise heruntergefallenenÄpfeln ist die Obstmade, so Kellermeier. Diese arbeite sich bis ins Kerngehäuse einer Frucht vor, sodass diese den Halt verliere. Auch wenn das Obst erst im Sommer oder Herbst zu Boden geht - die Weichen dafür werden bereits im Mai gestellt. Dann legen etwa zwei Zentimeter große Falter namens Apfelwickler ihre Eier, aus denen später die Obstmaden schlüpfen. Wer also das Treiben der Falter eindämmt, kann auch auf geringen Befall seines Obstes hoffen. Dazu sind laut Kellermeier Obstmadenfallen nötig - eine genüge für vier bis fünf weitgehend wurmlose Apfelbäume. Die Fallen, die aus einem per Röhre zugänglichen Kasten mit Duftlockstoff bestehen, sind im Stadthäger Schaugarten an der Habichhorster Straße zu sehen. Außer den Maden kann auch das Wetter Schuld an Fallobst sein. Sturm ist ein Faktor. Außerdem kann nach Worten Kellermeiers Hagel im Jungstadium einen Apfelbestand derart schädigen, dass die Früchte später herunterpurzeln. "Letztes Jahr hatten wir an Pfingsten so einen Hagelschauer", erinnert sich der Kreisgärtnermeister. Fallen dieÄpfel bereits in den Sommermonaten zu Boden, kann man damit nicht mehr viel anfangen, räumt Kellermeier ein. Sind diese allerdings bereits nah am oder sogar im Reifestadium angelangt, lasse sich prima Saft daraus machen - selbst aus madigem Obst. In Wiehagen und Sülbeck gebe es Annahmestellen der Firma Löffler für Obst, aus dem Saft gepresst werden soll. Die Äpfel werden dort gewogen, und im Gegenzug können die Lieferanten Saft mit nach Hause nehmen. Die Annahmestelle an der Sülbecker Straße gegenüber Möbel Paul ist sonnabends von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Zum Hafen Wiehagen kann montags bis freitags von 8.30 bis 16.30 Uhr und sonnabends von 9 bis 12 Uhr Obst gebracht werden. Außerdem gibt es in Eimbeckhausen die Kelterei Wilkening, Brinkstraße 16. Diese nimmt montags bis sonnabends zwischen 8 und 13 Uhr sowie montags, dienstags, donnerstags und freitags von 15 bis 18 Uhr Obstlieferungen an. Auch dort wird das mitgebrachte Obst beim Kauf von Saft verrechnet. Und selbst wenn das Fallobst einfach an Ort und Stelle gelassen wird, ist es dennoch nicht unnütz, sagt Kellermeier. Igel, Vögel und Insekten ernähren sich davon. Und anders als im Sommer sei die Gefahr, dass man sich Wespen in den Garten lockt, dieser Tage zu vernachlässigen.




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