weather-image

Mit Doppelspitze in die mündersche Politik

Bad Münder. Jetzt ist es offiziell: Die politische Landschaft in Bad Münder ist um einen Akteur reicher – die unabhängige Interessengemeinschaft „Glasklar selber denken“. Am Donnerstagabend gründete sich der Verein, der frischen Wind in die Entscheidungsstrukturen der Kurstadt bringen will.

270_008_6318454_lkbm109_2004_jpg_1_.jpg

Die elf Gründungsmitglieder sehen sich jedoch nicht als Politiker. „Vielmehr sind wir politisch engagierte Bürger“, erklärt Dennis Kühn. Er bildet mit Alexander Rohloff das Führungsduo von „Glasklar“. Einstimmig wurden beide von ihren Mitstreitern an die Spitze der Vereinigung gewählt.

Aber braucht die Polik in der Kurstadt wirklich einen weiteren Mitreder? Ja. Da sind sich die Glasklar-Mitglieder einig. Mit der aktuellen Entwicklung sei man nicht einverstanden. „Unser Widerstand entsteht aus der Empörung darüber, wie Politiker, Parteien und öffentliche Institutionen mit den Bürgern umgehen“, heißt es im Positionspapier des Vereins. Motivation von Glasklar sei es, diese Zustände zu ändern und für ein Handeln im gemeinschaftlichen Interesse zu werben. Man wolle nicht ungeprüft Ja sagen, sondern für die sprechen, die sich nicht trauen, das Wort zu ergreifen. „Wir wollen, dass die politischen Vertreter endlich ehrlich und respektvoll mit uns Bürgern umgehen“, heißt es weiter. Konkret spricht sich die Interessengemeinschaft für die Einführung von Bürgerentscheiden aus. Zudem fordert „Glasklar“, dass die Einwohner der Kurstadt rechtzeitig und umfassend über die politischen Entscheidungen in Bad Münder informiert werden. „Information ist die Lebensader der Demokratie.“ Deshalb wolle man sich künftig in den öffentlichen Gremien der Stadt etablieren und Einfluss auf die Entscheidungsfindung nehmen.

Gleich nach der Gründung nahm die neue Wählergemeinschaft die politische Arbeit auf. Noch am selben Abend veröffentlichte sie ihre erste Stellungnahme – zum geplanten Umbau der münderschen Verwaltung: Man werte positiv, dass man innerhalb der Verwaltung wieder um gute Zusammenarbeit bemüht sei, stelle sich allerdings die Frage ob eine Beförderung von Markus Westphal dafür wirklich erforderlich ist. Die Beförderung von Herrn Westphal koste die Stadt zwischen 3000 und 5000 Euro mehr pro Jahr.

In der Kurstadt sind Kühn und Roloff keine Unbekannten. Kühn kandidierte im vergangenen Jahr für das Amt des Bürgermeisters; Rohloff ist stellvetretender Ortsbürgermeister von Hasperde, Flegessen und Klein Süntel. Aus Frust über den Kurs der Partei trat er im vergangenen Sommer – nach elfjähriger Mitgliedschaft – aus der SPD aus. In „Glasklar selber denken“ hat er nun eine neue politische Heimat gefunden.ch



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt