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40 Jahre Ortsverein Suthfeld / Ehrung für Altbürgermeister Heinrich Oltrogge / Edathy zu Gast

"Mit der SPD ist es wie mit Sommerfesten..."

Suthfeld (tes). Regen hat die Stimmung der Gäste bei der 40 Jahr-Feier des SPD-Ortsvereins nicht trüben können. Bundestagsabgeordneter Sebastian Edathy und die Vorsitzenden der SPD auf Kreisebene, Karsten Becker, und in der Samtgemeinde, Udo Husmann, ließen es sich nicht nehmen, den Suthfelder Genossen zu gratulieren und Gründungsmitglied Heinrich Oltrogge zu ehren.

"Mit der SPD ist es wie mit Sommerfesten", sagte Bundespolitiker Sebastian Edathy, "es gibt mal gute und mal schlechte Zeiten". Auf eine bewegte Vergangenheit kann der Ortsverein in jedem Fall zurückblicken. Allen voran Gründungsmitglied Heinrich Oltrogge. Noch im März hatte der 86-Jährige bei der Jahresversammlung die Annahme seiner Ehrung für 40-jährige Vereinstreue verweigert. Der Ortsverein sei an einem 6. August gegründet geworden, hatte Oltrogge klargestellt und vorgeschlagen, dies mit einem Fest zu begehen. Die Parteifreunde nahmen die Idee begeistert auf, Bürgermeister Horst Schlüter stellte spontan seinen Hof zur Verfügung. Mit eingespielter Arbeitsteilung sorgten die Mitglieder an Grill und Zapfanlage für Verpflegung sowie in Zelt und Unterstand für geschützte Sitzplätze. "Hier sind alle mit Herz und Seele dabei", lobte Edathy, und auch Nenndorfs SPD-Chef Udo Husmann würdigte den kleinsten Ortsverband in der Samtgemeinde als einen der aktivsten. An der Parteibasis arbeite man dichter an den Menschen, erklärte Kreisvorsitzender Karsten Becker. Das gesellige Beisammensein stehe bei den Sommerfesten der Suthfelder SPD im Vordergrund, betonte der Ortsvereinsvorsitzende Michael Dyes, "aber zum Jubiläum sind ausnahmsweise Grußworte erlaubt". Der Plan, eine Chronik zur Geschichte der Nordgemeinden zu erstellen, konnte mangels Material nicht ausgeführt werden. Allerdings hatte Ingrid Thomas das Protokoll der ersten Sitzung des Elfer-Rats in der Gemeinde Suthfeld nach der Gemeindereform aufgespürt - datiert auf den 11. April 1974. Zeitzeuge Olt rogge, der von 1968 bis 1974 Bürgermeister war, berichtete, wie Riehe, Kreuzriehe und Helsinghausen im Jahr 1973 per Schnellbrief aufgefordert worden waren, sich zu einer Gemeinde zusammenzuschließen. Ab sofort sollte der Bürgermeister in der Mitte der neuen Gemeinde wohnen, sprich in Kreuzriehe. Obwohl Oltrogge die meisten Stimmen auf sich vereinen konnte, verzichtete der Interimsbürgermeister aus Riehe auf das Amt an der Spitze der Gemeinde Suthfeld. Dessen Erfolgsbilanz kann sich dennoch sehen lassen: In seiner Amtszeit habe die Feuerwehr erstmals ein eigenes Auto bekommen, berichtete Oltrogge. Zudem seien die Gemeindestraßen asphaltiert sowie ein Sportplatz angelegt und mit Flutlicht ausgestattet worden. Und seit dem Jahr 1970 erhellt eine Beleuchtung die Straßen in Riehe.




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