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Zusatzangebot zuÖPNV in Diskussion

Mit dem Taxi auf Gemeindekosten zum Kaffeeklatsch?

Rehren (la). Anfang März hat die Gruppe SPD/Grüne bei der Gemeindeverwaltung den Antrag gestellt zu prüfen, ob mit dem im Auetal ansässigen Taxiunternehmen eine dem Bedarf entsprechende Organisation von Fahrten zur Ergänzung des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) möglich ist. Dies wurde kürzlich im Ausschuss für Jugend- und Soziales diskutiert.

"Gerade im Hinblick darauf, dass inzwischen in Rehren einÄrztezentrum in der ,Alten Molkerei' entstanden ist und sich Rehren auch als Einkaufszentrum für den täglichen Bedarf entwickelt hat, sollten zusätzliche Angebote zum ÖPNV entwickelt werden", erläuterte Bürgermeister Thomas Priemer den Antrag. Deröstliche und nördliche Teil der Gemeinde Auetal ist über die Schaumburger Verkehrsgesellschaft (SVG) verhältnismäßig ausreichend mit dem Ort Rehren verbunden. "Der südliche und westliche Teil hingegen ist vor allem außerhalb der Schulzeit nur wenig oder gar nicht mit Rehren verbunden", erklärte Olaf Humke von der Gemeindeverwaltung. Für Jugendliche gibt es bereits eine landkreisweite Alternative - das "Fifty-Fifty- Taxi". Für Bewohner des Landkreises Schaumburg, die älter als 60 Jahre sind, wurde das "Senioren-Taxi" eingerichtet. Senioren können damit montags bis freitags von 18 bis sechs Uhr des darauf folgenden Tages, sonnabends ab 14 Uhr und sonntags ganztägig bis sechs Uhr des darauf folgenden Tages vergünstigt mit dem Taxi fahren. In Zusammenarbeit mit dem ortsansässigen Taxiunternehmen könnte sich die Gemeindeverwaltung eine Ergänzung zum Senioren-Taxi vorstellen. Dabei würden Fahrten zwischen sieben und 18 Uhr bezuschusst. Eine Fahrt von Rolfshagen nach Rehren könnte sich dann von jetzt 15 Euro auf maximal 7,50 Euro reduzieren. Möglich wäre auch, ein Sammeltaxi anzubieten, damit sich der Fahrpreis verringert oder mit dem Taxiunternehmen eine Vereinbarung zu treffen, wonach in den Ortsteilen verschiedene Haltestellen angesteuert werden, um die Fahrgäste zu einem Festbetrag nach Rehren zu befördern. "Die Einführung eines Bürgerbusses ist nicht praktikabel. Dazu müsste ein Verein gegründet, müssten ehrenamtliche Mitarbeiter eingesetzt werden", erläuterte Humke, der sich in Nachbargemeinde informiert hatte. "Zudem wäre eine besondere Fahrqualifikation nötig", sprach sich auch Priemer gegen diese Alternative aus. "Wir sollten die Zusammenarbeit mit dem Taxiunternehmen für ein Jahr ausprobieren", meinte Rüdiger Teich (SPD). Jürgen Menke von der WGA sieht die Notwendigkeit den ÖPNV vor allem für Senioren zu verbessern. "Der Bürgerbus ist wohl kaum praktikabel, aber wir sollten ein Fifty-Fifty-Taxi für Senioren anbieten", so Menke. "Dafür gibt es aber keine Mittel vom Landkreis", gab Humke zu bedenken. "Es kann doch nicht zu Lasten der Gemeinde gehen, wenn jemand zum Kaffeeklatsch durch die Gegend fährt", meinte Thomas Meyer (CDU). "Die CDU-Fraktion kann sich jedoch vorstellen, dass es für Senioren ab 60 Jahren und Menschen mit Behinderungen an einemfesten Tag in der Woche, ein Ergänzungsangebot zur Erledigung von Behördengängen, Einkäufen und Arztbesuchen gibt", sagte Torben Sven Schmidt. Bis zur nächsten Verwaltungsausschusssitzung im Juni wird die Verwaltung mit dem Taxiunternehmen Kiers verhandeln und dann Rechenbeispiele vorstellen.



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