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Vor Gericht: Handfester Ehestreit endet mit einem Unentschieden / Verfahren wegen Körperverletzung wird eingestellt

Mit dem Messer attackiert? Die Treppe herabgezogen?

Rinteln (maf). Nach einem handgreiflichen Streit mit seiner Ehefrau ist das Körperverletzungsverfahren gegen einen 48-jährigen Rintelner nun wegen geringer Schuld eingestellt worden. Die Anklage lastete dem Arbeitslosen an, er habe seine Frau in der Wohnung eine Treppe heruntergezogen, wobei die 41-Jährige unter anderem ein Hämatom am Kopf erlitt.

An einem Oktoberabend 2006 wurde die Polizei zu einem Einsatz in die Innenstadt in die Wohnung des Angeklagten gerufen, weil es wie so häufig Streit zwischen den Eheleuten gegeben hatte. Der Mann berichtete damals den Beamten, seine Frau habe ihn bei der handgreiflichen Auseinandersetzung mit einem Messer attackiert. Er zeigte damals den Beamten eine klaffende Wunde am Handgelenk. Im Wohnzimmer entdeckten die Polizisten dann ein Brotmesser, das im Holzfach eines Kaminofens lag. An dem Messer konnten sie aber keine Blutspuren entdecken. Schließlich nahmen die Beamten die deutlich alkoholisierte Ehefrau mit zur Wache. Ein Arzt stellte bei ihr leichte Verletzungen fest. Vor fünf Monaten musste sich dann die Frau wegen dieses Vorfalls vor dem Amtsgericht verantworten. In der damaligen Verhandlung bestritt die Rintelnerin, ihren Mann mit dem Messer attackiert zu haben. Nach ihrer Version wollte sie eine Treppe hoch laufen, der Mann sei ihr gefolgt, habe sie herabgezogen. Ihr Gatte, der inzwischen von seiner Frau getrennt lebt, verweigerte in jenem Prozess die Aussage. Da es keine unmittelbaren Tatzeugen gegeben hatte, wurde die 41-Jährige vom Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung freigesprochen. Was folgte, war ein neues Verfahren, in dem nun der Ehemann auf der Anklagebank Platz nehmen musste. Diesmal verweigerte die Frau die Aussage, auch er machte keine Angaben zu dem Geschehen. Mit Zustimmung von Anklagevertreter Dieter Liese stellte Richter Christian Rost das Körperverletzungsverfahren ein.




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