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Warum Reisebüros nicht ausgedient haben

Mit dem Internet auf Augenhöhe

Hameln. Nichts wie weg! Und das Verreisen scheint heute so einfach wie nie zuvor: An den Computer gesetzt, Seiten wie „Flüge.de“, „Secret escape“ oder Ähnliches aufrufen, eventuell noch mal bei einem der vielen Bewertungsportale wie „Tripadvisor“ nachschauen, welche Erfahrungen andere Kunden schon gemacht haben, buchen, und ab! Scheint so leicht und vermeintlich auch so günstig zu sein. Haben die traditionellen Reisebüros im Zeitalter des Internets also ausgedient? „Nein“, sagt Gerald Schridde ganz entschieden. Der Chef des Hamelner Reisebüros First am Markt glaubt fest daran, dass die Dienstleistung, die er gemeinsam mit seinem Team anbietet, nach wie vor unverzichtbar ist. „Wir haben im Grundsatz die gleichen Angebote, wie man sie auch im Netz findet. Und wer glaubt, dass er bei einer Buchung im Reisebüro mehr bezahlen muss, der irrt.“

Autor:

Christa Koch
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Hameln. Nichts wie weg! Und das Verreisen scheint heute so einfach wie nie zuvor: An den Computer gesetzt, Seiten wie „Flüge.de“, „Secret escape“ oder Ähnliches aufrufen, eventuell noch mal bei einem der vielen Bewertungsportale wie „Tripadvisor“ nachschauen, welche Erfahrungen andere Kunden schon gemacht haben, buchen, und ab! Scheint so leicht und vermeintlich auch so günstig zu sein. Haben die traditionellen Reisebüros im Zeitalter des Internets also ausgedient? „Nein“, sagt Gerald Schridde ganz entschieden. Der Chef des Hamelner Reisebüros First am Markt glaubt fest daran, dass die Dienstleistung, die er gemeinsam mit seinem Team anbietet, nach wie vor unverzichtbar ist. „Wir haben im Grundsatz die gleichen Angebote, wie man sie auch im Netz findet. Und wer glaubt, dass er bei einer Buchung im Reisebüro mehr bezahlen muss, der irrt.“

Schridde sieht viele Vorteile, wenn man bei ihm oder auch bei einem seiner Mitbewerber vor Ort bucht statt im Internet. Einer der wichtigsten: die ausführliche Beratung. Dafür sorgen seine qualifizierten Mitarbeiter, von denen alle mindestens 15 Jahre schon hier beschäftigt sind, darunter allein sieben Mütter – eine Tatsache, die nach Schriddes Meinung dafür spricht, den Standort Hameln auch im Dienstleistungsbereich zu stärken. Ferner lernen aktuell vier Auszubildende bei First den Beruf eines Tourismuskaufmanns / einer Tourismuskauffrau, um später Kunden ausführlich beraten zu können.

Kommt hinzu: „Bei einer Buchung im Internet fehlt meist das gesamte Drumherum. Da werden Sie nur noch transportiert“, so Schridde. Sein Unternehmen hingegen kümmere sich um alles – von der Sitzplatzreservierung über das Check-in bis hin zum Transfer. Auch über die gewünschte Unterkunft könne das Reisebüro kompetent beraten – entweder aus eigener Anschauung oder aber durch Erfahrungen, die andere Kunden bereits gemacht hätten, darunter solche Reisenden, die bereits seit vielen Jahren zu First kommen.

Reisen buchen übers Internet – das ist nach Schriddes Ansicht keine Alternative. „Die Angebote werden immer undurchsichtiger, oft ist das Ganze einfach nur verwirrend“, sagt er. Und von Bewertungsportalen hält er ohnehin nichts: Die seien selten ehrlich, jeder könne praktisch alles dort reinschreiben. Verteufeln möchte Schridde das Netz allerdings nicht. „Als Hilfe bei der Suche ist das Surfen legitim. Die Kunden sind dann oft schon gut informiert, wenn sie zu uns kommen“, sagt er. Also vorher ins Netz schauen und dann im Reisebüro buchen? Durchaus, meint der Tourismusexperte, der darauf verweist, dass es dabei kaum Preisunterschiede gebe. Und der weiß, dass manche Kunden ungern ihre persönlichen Daten ins Netz geben möchten, weil sie Missbrauch befürchten. Oder später nicht mit Werbemails zugeschüttet werden wollen.

Diese Gefahr sieht auch Mehmet Filiz, der in der Baustraße ein Reisebüro betreibt und unter anderem alltours vermarktet. „Im Reisebüro hat man im Gegensatz zum Internet immer einen kompetenten Ansprechpartner und Hilfe, wenn’s drauf ankommt“, zählt er die Vorteile des Buchens vor Ort auf. Beim Vulkanausbruch auf Island beispielsweise hätten er und seine Mitarbeiter die Kunden drei Tage lang rund um die Uhr mit Informationen versorgt, während Passagiere, die im Netz gebucht hatten, teilweise hilflos auf dem Flughafen rumgeirrt seien. „Und der Preis im Internet ist nicht günstiger“, behauptet der Reisebürokaufmann.

Und die, die es trotzdem übers Netz versucht haben? „Von denen kommen viele zurück, nachdem sie schlechte Erfahrungen gemacht haben.“ Außerdem, so Filiz, biete sein Reisebüro ausschließlich seriöse Veranstalter an. Beratung, Sicherheit und Hilfe – das alles, sagt Filiz, spreche für das Buchen einer Urlaubsfahrt im örtlichen Reisebüro.

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