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Europameisterschaft mit Uwe Weigt und Gunther Habenicht vom Bogenschützenclub Weserbergland

Mit dem Feldbogen in den Harz

HAMELN. Uwe Weigt und Gunther Habenicht sind von Beruf Gärtner und seit Jahren in der Bogenschützenszene unterwegs.

Christian Jaeckel FOTO: Gunther Habenicht/PR:

Die beiden Individualisten bezeichnen sich selbst als „die Unkaputtbaren“. Sie starten für den Bogenschützenclub Weserbergland in der Klasse der „traditionellen Recurvebögen“ bei der Europameisterschaft der Bogenschützen im Harz.

Ihre Bögen werden rein intuitiv geschossen, das bedeutet, es gibt keine Zielhilfen am Bogen. Das sei Bogensport reduziert auf das, was der Mensch zu leisten bereit sei, ohne technische Hilfe. Das Sportgerät dieser „Senioren“, Jahrgang 1958, ist jeweils ein Jagdrecurvebogen aus der Manufaktur von Rudi Weick vom Typ Cobra. Die Pfeile, gefertigt aus Röhrencarbon, sind individuell angepasst auf das Zuggewicht der Bögen und den Schießstil der Sportler.

Insgesamt 680 Starter werden in den verschiedenen Bogen- und Altersklassen an fünf Wettkampftagen in Hohegeiß die Besten ermitteln. An drei Wettkampftagen findet dabei auch die Deutsche Meisterschaft Feld und Jagd des DFBV statt. Hier startet Christian Jaeckel vom Bogen-SC Weserbergland mit einem Recurve-Blankbogen. Diese Bögen werden als Systembögen in einer höheren Leistungsklasse gewertet.

Uwe Weigt und Gunther Habenicht FOTO: Christian Jaeckel/PR
  • Uwe Weigt und Gunther Habenicht FOTO: Christian Jaeckel/PR

Feldbogenschießen ist eine Turnierform, bei der die Ziel- scheiben in das Gelände eingefügt werden und das Gelände ist im Harz sehr weitläufig. Der besondere Reiz und Anspruch des Feldbogenschießens ist der fortlaufende Wechsel des Geländes im Spiel mit Licht und Schatten. Außerdem ändert sich ständig die zu treffenden Größe des Ziels und die Entfernung auf das Ziel. Bergauf- oder Bergabschüsse sind eine besondere Herausforderung, die im „normalen“ Bogensport nicht vorkommt. Dazu kommt das Wetter mit allem, was Petrus im Programm hat. Regen ist ein Faktor, der das Flugverhalten der Pfeile sowie die Wahrnehmung des Zieles dramatisch verändern kann. Sonnenschein von vorn wiederum verengt die Pupille und damit die Wahrnehmung der Scheibe. An jedem Wettkampftag sind auf 28 Zielscheiben jeweils vier Pfeile zu schießen. Das macht 112 Pfeile, und die Bögen der drei haben ein mittleres Zuggewicht von 20 Kilo. Macht 2240 Kilo, die mit drei Fingern an der Sehne bewegt werden müssen und das an jedem Wettkampftag.

Die Größe der zu treffenden Ziele reicht von 20 cm bis 65 cm Durchmesser und die Entfernungen belaufen sich auf 6 bis maximal 72 Meter. Wer da nicht in Sachen Kraft und Kondition vorgearbeitet hat, kann schnell in die Defensive kommen. Turniere dieser Größe werden häufig am letzten Tag entschieden, wenn die Leistungsfähigkeit der Teilnehmer auf den letzten Scheiben an ihre Grenzen kommt.

In einer Sache sind sich die drei schon jetzt einig, die EFAC wird ein unvergessliches Event. Ihre Eindrücke und Ergebnisse werden auf der Homepage des Bogen-SC Weserbergland veröffentlicht. Vom 29. Juli bis zum 5. August findet in Hohegeiß die EFAC (European Field Archery Championchips) der IFAA statt. Für den nationalen Verband, den DFBV (Deutscher Feldbogenverband), sind Sportler startberechtigt, die eine Score Card vorweisen können. Und das ist bei Uwe Weigt und Gunther Habenicht der Fall.PR



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