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Mit dem E-Bike zu Bus und Bahn - im Abo

BAD MÜNDER. Nun auch in Bad Münder: Die Öffis setzen in einem Pilotprojekt auf E-Bikes für ihre Kunden. Die Mobilcard der Nahverkehrsgesellschaft kombiniert die Bus-Monatskarte mit einem Pedelec, wie das E-Bike genannt wird, bei dem der Elektromotor nur unterstützt, wenn der Fahrer auch selber in die Pedale tritt.

Auf und davon: Bürgermeister Hartmut Büttner dreht eine Runde mit dem Pedelec der Öffis – und ist begeistert von dem Pilotprojekt „Mobilcard“. Im Hintergrund: Projektleiterin Romana Falz und Öffi-Geschäftsführer Arne Behrens. Foto: Dittrich
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Benedikt Dittrich Redakteur zur Autorenseite

Wieviel kostet das Mobilcard-Abo?

Insgesamt 49 Euro, darin enthalten ist eine Monatskarte für den Bus im gesamten Landkreis, die im Normalpreis 35 Euro kostet. Die Mobilcard – und damit das Pedelec – kostet 14 Euro mehr. Das Abo wird für ein Jahr abgeschlossen, für Neukunden gibt es einen Extra-Rabatt. das Pilotprojekt wird vom Landkreis bezuschusst.

Was ist mit Versicherung, Reparatur und Wartung?

Wer das E-Bike selbst beschädigt oder einen Unfall verursacht, muss selber für den Schaden aufkommen. Alle anderen Probleme und Schäden bis hin zu Diebstahl, wenn das Fahrrad gesichert war und der Vorfall der Polizei gemeldet wurde, werden von den Öffis übernommen. Das E-Bike ist versichert und wird vom Vertragspartner Bunnyhop in Hameln gewartet – für den Transport in die Werkstatt muss aber der Kunde sorgen.

Was für E-Bikes kommen zum Einsatz?

Die Öffis stellen Pedelecs der Firma Kalkhoff zur Verfügung, derzeit umfasst der Fuhrpark 20 E-Bikes – davon sind 19 bereits in Benutzung. „Aber wir schaffen für den Start in Bad Münder weitere zehn an“, erklärt Projektleiterin Romana Falz. Behrens ergänzt: „Das Angebot ist natürlich extrem nachfrageorientiert.“

Für den Elektromotor wird eine Reichweite von rund 100 Kilometern angegeben, im Stromsparmodus geht’s noch ein paar Kilometer weiter, bevor nur noch reine Muskelkraft das Fahrrad antreibt. Geladen wird der Akku des Pedelecs mittels Ladestation zuhause oder per Kabel direkt am Fahrrad. Eine normale Steckdose reicht aus.

An wen richtet sich das Mobilcard-Angebot?

Eigentlich an jeden, der ohnehin eine Monatskarte für den Bus nutzt und zusätzlich mit einem E-Bike unterwegs sein möchte. Aus Sicht der Öffis kommt das Elektrofahrrad hauptsächlich zum Einsatz, um den Weg zur nächsten Bushaltestelle schnell und ohne Anstrengung zurückzulegen. „Gerade Senioren können so die letzten Meter bis zur nächsten Haltestelle gut überbrücken“, erklärt Behrens. Die Öffis denken laut Behrens in Mobilitätsketten – denken also an verschiedene Verkehrsmittel, die man für einen Weg von Zuhause, zur Bushaltestelle, zum Bahnhof und bis zum Zielpunkt nutzt. Das Pedelec bietet sich aber auch dafür an, statt des Autos Strecken mit dem Fahrrad zurückzulegen.

Ist die Nutzung des E-Bikes eingeschränkt?

Die Monatskarte für den Bus ist übertragbar, auf das E-Bike darf aber nur die Person steigen, die mit dem Fahrrad versichert ist. Eine zweite Person muss eine Partnerkarte beantragen, die monatlich zusätzlich 29 Euro kostet. Zeitlich beschränkt ist die Nutzung des Pedelecs nicht – das Elektrofahrrad kann rund um die Uhr genutzt werden. Laut Geschäftsbedingungen ist die Nutzung aber auf den Landkreis Hameln-Pyrmont beschränkt.

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