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Mit Columbus auf Großvaters Spuren

Bad Münder. „Wer rastet der rostet“ lautet ein altes Sprichwort – und damit genau das nicht passiert, haben die Sünteltaler Treckerfreunde den alten Mähdrescher von Vereinschef Kurt Westphal in Gang gebracht und wie zu Großvaters Zeiten Weizen geerntet. Die meisten der anwesenden Vereinsmitglieder sind jünger als der 1958 gebaute Mähdrescher – Model Columbus – der Marke Claas aus dem westfälischen Harsewinkel. Trotz seines hohen Alters und der nach heutigen Maßstäben winzigen Schnittbreite von 1,8 Metern sowie der geringen Leistung von gerade einmal 29 PS aus einem VW-Industriemotor verrichtet die alte Maschine noch immer zuverlässig Ihren Dienst.

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„Mit der heutigen Zeit nicht mehr vergleichbar“, stellten die Jüngeren der Treckerfreunde fest. Heutige Maschinen schaffen mit Schnittbreiten von bis zu 12 Meter und Motorleistungen um 500 PS ein Vielfaches an Dreschleistung. „Uns kommt es jedoch nicht auf Leistung an“, stellte Vorsitzender Westphal fest, „unser Vereinsziel ist es, die alte Technik zu erhalten und einzusetzen“.

Ermöglicht hatte die Fahrt mit dem alten Mähdrescher der Hamelspringer Landwirt Udo von Haaren, selbst Mitglied bei den Sünteltaler Treckerfreunden. Er hatte im Frühjahr auf einem halben Morgen Land am Böbberschen Weg Sommerweizen ausgesät, der nun erntereif war. Seine Verwendung soll nun auf dem nächsten Vereinsabend geklärt werden. Die ersten Ideen gingen von Hühnerfutter bis hin zu Weizenkorn, den man ja bei einer der nächsten Veranstaltungen ausschenken könne.

Bereits für den Herbst ist die nächste Aktion geplant – der Acker soll mit Pflug und Egge für die nächste Aussaat im kommenden Jahr vorbereitet werden. Natürlich mit historischem Gerät, so wie es dem Vereinsmotto der Sünteltaler Treckerfreunde entspricht.ndz



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