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Kindergarten in Beber soll so schnell wie möglich mit Wärme aus Biogasanlage versorgt werden

Missverständnis: Stadt verheizt bares Geld

Bad Münder (lil). Die Temperaturen fallen, die Energiekosten steigen: Seit drei Wochen hätte die Stadt den DRK-Kindergarten in Beber mit der Wärme aus der Biogasanlage von Landwirt Jürgen Kinast beheizen lassen und eine Menge Geld sparen können. Dass der Kindergarten noch immer auf Gas zurückgreifen muss, ist einem Missverständnis geschuldet.

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Die Stadt und Kinast hatten im Sommer 2010 den Ausbau der für die Versorgung nötigen Leitungen sowie die Wärmelieferung selbst vertraglich geregelt. Nachdem unter anderem die Mehrzweckhalle in Beber und der Büromöbelhersteller Wilkhahn in Eimbeckhausen mit Wärme von Kinast versorgt werden, und die Trasse somit am Kindergarten an der Rohrsener Straße vorbeiführt (wir berichteten), fehlt noch immer lediglich ein kleiner Schritt zur Vollendung des Projekts: eine Verbindung zwischen der Heizungsanlage des Kindergartens und dem Wärmetauscher der Biogasanlage, die seit 2007 in Betrieb ist.

„Wir hätten erwartet, dass Herr Kinast auf uns zugeht und sagt, dass es losgehen kann“, sagte gestern Verwaltungsmitarbeiter Sascha Wiese auf Nachfrage der Neuen Deister-Zeitung. „Ich lese aus dem Vertrag, dass es seine Sache ist.“

Laut Kinast ist es Aufgabe der Stadt, die Heizung anschließen zu lassen. „Ich habe vor mehr als drei Wochen mit dem Bauamt telefoniert und gesagt, dass alles fertig ist“, sagt seine Frau Barbara Otte-Kinast. Seitdem sei das Ganze ins Stocken geraten. „Auch wenn wir noch keinen Winter haben, wird im Kindergarten schon sehr viel geheizt“, weiß sie. „Es macht also Sinn, so früh wie möglich mit der Wärmeversorgung aus der Biogasanlage zu beginnen.“

Der Abstimmungsfehler ist jetzt aus der Welt geschafft: Die Stadt hat Kinast gestern Nachmittag den Auftrag erteilt, die Heizung des Kindergartens an seine Anlage anzuschließen. Heute wollen Wärmeabnehmer und -lieferant miteinander besprechen, wie es konkret weitergeht. Bis Kinast die Kosten für seine Investition getilgt hat, zahlt ihm die Stadt den Preis für das Gas, das die Einrichtung verbraucht hätte.



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