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Mini-Polarwolf im Wisentgehege

ALVESRODE. Das Team des Wisentgeheges freut sich über Nachwuchs bei den handaufgezogenen Polarwölfen.

Mini-Polarwolf Malo erkundet das Gehege: Vor neun Wochen hat Lomasi den kleinen Rüden zur Welt gebracht. Matthias und Birgit Vogelsang haben ihn bei sich zu Hause mit der Flasche aufgezogen. FOTO: HENNIG

Unternehmungslustig streicht der kleine Wolf im Gehege herum, liebevoll begleitet von Mutter Lomasi und Vater Makui sowie den Zieh-Eltern Birgit und Matthias Vogelsang. Erst seit dem Wochenende ist Malo wieder bei seinen Wolfseltern im Wisentgehege. „Es war rührend zu sehen, wie die Familie vereinigt wurde. Die Eltern haben ihn sofort akzeptiert und sich um ihn gekümmert“, sagt der Wolfsexperte. Bereits jetzt sei an den großen Pfoten zu erkennen, dass er später ein stattlicher Polarwolf werden wird.

Mit Spannung hatten Matthias und Birgit Vogelsang die Paarung wie auch die Schwangerschaft der Wölfin Lomasi verfolgt. „Lomasi hatte gleich zwei Höhlen gegraben – wie es auch Wölfe in freier Natur tun, um bei Gefahr ihre Kleinen in Sicherheit bringen zu können“, erläutert Vogelsang. Eine von den Höhlen stürzte im April wegen des vielen Regens ein. Birgit Vogelsang baute daraufhin am Zukunftstag mit einigen Kindern, die einen Tag beim Wolfsprojekt verbrachten, ein Dach für die Wolfshöhle. Genau diese Höhle nutzte Lomasi für die Geburt ihres kleinen Rüden am 17. Mai. Das Vertrauen der Wölfin zu Vogelsangs ist so groß, dass sich diese der Wolfshöhle nähern durften, um den Wolfswelpen anzuschauen. Er bekam den Namen Malo.

Damit der kleine Wolf in die Fußstapfen seiner Eltern tritt und genauso viele Vertrauen zu Vogelsangs aufbaut, haben sie Malo am zwölften Tag aus der Geburtshöhle entfernt und ihn bei sich zu Hause mit der Flasche aufgezogen. Alle drei Stunden bekam er die Flasche gereicht – rund um die Uhr. Mittlerweile frisst er Fleisch und Welpenmilch bekommt er nur noch in der Schüssel. Ganz entspannt kuschelt Malo sich an seinen Ziehvater und lässt sich kraulen. Gut, dass Matthias Vogelsang zwei Hände hat: Mama Lomasi braucht auch Streicheleinheiten.

Seit acht Jahren läuft mittlerweile das Wolfsprojekt. Matthias Vogelsang lebt mit vier Timberwölfen im Wisentgehege. Im Jahr 2012 kamen die Polarwölfe dazu. Sie wurden von Hand aufgezogen und werden dauerhaft von ihm und seiner Frau Birgit betreut. Seit Februar 2018 ist das Wolfsprojekt für seine Umweltbildungsarbeit vom Deutschen Wildgehege Verband zertifiziert nach Stufe 2 als „Tiergarten mit Bildungssiegel“.



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