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850 Besucher - das bisher zweitbeste Ergebnis in 13 Jahren

Mineralientag eilt in der Nische von Erfolg zu Erfolg

Kleinenbremen (ly). Mit 850 Besuchern hat der Mineralien- und Fossilientag im Kleinenbremer Museum für Bergbau und Erdgeschichte jetzt das zweitbeste Ergebnis in 13 Jahren erzielt. Der Rekord steht bei knapp 900 Gästen und stammt von 2005.

"Gucken sie mal", sagt Peter Kujath (Emmerthal), ein Aussteller der ersten Stunde, und zeigt zur Tür. Es ist Punkt 15 Uhr, Kaffeezeit. Gerade kommt ein weiterer Schwung Menschen hinein. "Diese Börse ist brechend voll", freuen sich Kujath und seine Frau Karin, die am anderen Ende des Standes ebenfalls alle Hände voll zu tun hat. Und das Beste: "Die Leute schauen nicht nur, sie kaufen auch. Vielen haben für diesen Tag gespart, um sich nach dem Winter Fossilien und bunte Mineralien zu gönnen." Wie immer habe es Frau Riedmayer geschafft, Menschen herzubringen. Frau Riedmayer, die mit Vornamen Susanne heißt und in Kleinenbremen Museumspädagogin ist, ist ebenfalls hochzufrieden. Die Besucherzahl 770 vom vergangenen Jahr sei noch einmal um 80 überboten worden. Für 2008 stehen die Weichen schon jetzt auf Erfolg, denn dann ist an der Rintelner Straße der Umbau zum Mitmach-Museum inklusive Fossilien-Präparation abgeschlossen. Erhalten bleiben soll erstens die familiäre Atmosphäre, zweitens der Schwerpunkt auf Funden aus der Region. "Damit haben wir eine Nische besetzt", erklärt Susanne Riedmayer. "Bei den großen Börsen geht es dagegen eher um die Prachtstücke." Der Erfolg gibt dem Regionalmuseum Recht. Nebenbei profitiert das unterm selben Dach gelegene Besucherbergwerk. Etwa jeder zehnte Besucher, unterm Strich exakt 89, nutzte die Gelegenheit zu einer kurzen Führung unter Tage. Zudem konnten die Exponate des Museums besichtigt werden. "Unsere Veranstaltung hat ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis", fasst Riedmayer zusammen. Am Ende des Ganges hat Olaf Schwitalla aus Neustadt am Rübenberge seinen Stand aufgebaut. Eine Erkenntnis, die er vermittelt: Hammer und Meißel, das war gestern - der fortschrittliche Fossiliensammler setzt auf Drucklufttechnik und Sandstrahlen. Mit derartigen Geräten soll auch die künftige Fossilien-Präparation des Museums ausgestattet werden. Schwitalla holt einen urzeitlichen Ammoniten (Tintenfisch) hervor, auf dem eine ebenfalls versteinerte Schnecke sitzt. "Bei diesem Fund war die Schnecke anfangs nicht zu sehen", erklärt er. "Mit Hammer und Meißel wäre sie zerstört worden." Für die Vorarbeiten am Fossil empfehlen Profis Drucklufttechnik, für den Feinschliff das Sandstrahlen. Viele Besucher nutzten die willkommene Gelegenheit, um schon mal zuüben. Schließlich will man vorbereitet sein, wenn die Präparation in diesem Jahr erstmals ihre Tore öffnet.




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