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Sieg im B/C-Kriterium in Stadthagen / Bei den Frauen fährt Lydia Wegemund als Erste über die Ziellinie

Michel Heckmann gewinnt Rennen in "Jens Voigt-Manier"

Radsport (gus). Für das Wetter ist angeblich eine Fünftage-Vorhersage schon äußerst vage. Michel Heckmann hat seine Prognose für den Ausgang des Stadthäger Radrennens gleich zwei Monate im Voraus getroffen - und vollkommen richtig gelegen. Der Lizenz-Fahrer vom RSV Unna siegte überlegen im B/C-Kriterium.

Etwa 20 Runden (32 Kilometer) vor Schluss trat er an und fuhr einen satten Vorsprung heraus. "Nach etlichen Versuchen haben sie mich irgendwann weg gelassen", sagte der Sieger nach dem Rennen. Mit "weg" meinte Heckmann, dass ihn das jagende Feld zwischenzeitlich fast aus den Augen verloren hatte. 40 Sekunden betrug der Abstand auf dem 1,6-Kilometer langen Kurs, der 50 mal umrundet werden musste. Einige Freunde im Fahrerfeld, so Heckmann, haben dessen Flucht nach vorn "tatkräftig unterstützt". Die größeren Teams im Feld mussten jede Menge Verfolgungsarbeit leisten. Doch gegen den Unnaer war kein Kraut gewachsen. Während seiner Solofahrt sammelte Heckmann fleißig Punkte. Alle fünf Runden wurden Prämien ausgefahren - immer war das Trikot des RSV Unna als erstes über dem Wertungsstrich. Mit dem Gewinn der vorletzten Wertung hatte Heckmann den Sieg eigentlich schon in der Tasche. Doch mit noch fünf ausstehenden Runden wollte sich dieser den Genuss des alleinigen Triumphs dann auch nicht mehr nehmen lassen. Drei Runden vor Schluss habe er gemerkt, dass er allein ankommen könne. "Jetzt brennt die Muskulatur, jetzt geht's gut", habe er sich gedacht. Mit der Becker-Faust feierte Heckmann schließlich seinen Sieg in Jens Voigt-Manier. Heckmann ist übrigens kein ganz Unbekannter in der Szene. Aber auch ein neues Gesicht. Als 19-Jähriger war dieser bereits Deutscher Jugendmeister auf dem Rad. Nach zehn Jahren Pause habe er sich entschlossen, wieder ernsthaft ins Renngeschehen einzusteigen. Der Sieg in Stadthagen bedeutet für Heckmann den Aufstieg in die A-Klasse. Der bisherige B-Fahrer hattebereits vier Top-10-Platzierungen zu Buche stehen. Mit dem fünften Ergebnis ist der Aufstieg verbunden. Beim Frauenrennen hatten nicht wenige auf einen vorhersehbaren Rennausgang getippt. Die niederländischen Starter vom "Tubanters Ladies Cycling-Team" waren hochgewettet. Doch es kam anders. Lydia Wegemund vom SC Berlin setzte sich durch, den Niederländern blieben Rang zwei und drei (Berdienke Paus und Juliette Wigbold). Lokalmatadorin Mandy Ronnenberg verbuchte einen Achtungserfolg. Die Wiedensahlerin fuhr bis zum Ende durch, landete aber im großen Feld. Trotz des Regens waren die Veranstalter mit dem Verlauf zufrieden. Während des Schülerrennens ist es laut Mitorganisator Ralf Ronnenberg sogar richtig voll gewesen. Ansonsten habe sich das Zuschauerinteresse im Bereich der Vorjahre bewegt. Gravierende Stürze sind zum Glück ausgeblieben. Die Ergebnisse: Männer-B/C-Kriterium (50 Runden): 1. Michel Heckmann (RSV Unna); 2. Andre Lemke (Rendsburger Bicycle Club); 3. Jan Oelerich (RSV Husum). Frauen-Rennen (25 Runden): 1. Lydia Wegemund (SC Berlin); 2. Berdienke Paus; 3. Juliette Wigbold (beide Team Tubanters). Senioren-Rennen (25 Runden): 1. Uwe Kalz; 2. Toralf Baumgarten (beide VfL Wolfsburg); 3. Peter Rohde (TuS Bramsche). Hobbyrennen (20 Runden): 1. Mike Bretschneider; 2. Andre Matschiske (beide Magdeburg); 3. Henry Thiel (MTV Bad Bevesen).

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