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Steinberger Kino bekommt Programmpreis von der Bundesregierung verlieren

Metropol: Auszeichnung für Anspruch

Steinbergen (jp) .Über einen Mangel an Auszeichnungen kann sich das Metropol-Filmtheater Steinbergen wahrlich nicht beklagen. Schon mehrere niedersächsische Jahresfilmprogrammpreise konnte das Kino am Stammsitz der Filmtheaterbetriebe Rubba für sein anspruchsvolles Programm einstreichen. Jetzt erhielt das Filmtheater erstmalig einen der begehrten Kinoprogrammpreise der Bundesregierung. Kulturstaatsminister Bernd Neumann überreichte die Auszeichnung in Lüneburg an Frank Rubba.

Durch ihre Programmpreise in Höhe von insgesamt 1,5 Millionen Euro unterstützt die Bundesregierung die Kinolandschaft. Sie ist zwar in Deutschland ungewöhnlich dicht und vielfältig, doch befinden sich seit einigen Jahren gerade manche kleinen, anspruchsvollen Kinos in wirtschaftlich nicht einfacher Lage. Ausdrücklich unterstrich Bernd Neumann die Bedeutung dieser Kinos. "Sie tragen Sorge dafür, dass das Kino als Kulturort seine wichtige gesellschaftliche Funktion weiter erfüllen kann", erklärte er bei der Preisverleihung in Lüneburg. Qualität zu fördern sei der Ansatz der gesamten Filmförderung des Bundes. Deshalb sollen im neuen Filmförderungsgesetz künstlerische Aspekte noch stärker berücksichtigt werden. Dies gilt auch für die Filmtheaterförderung: Hier würden die Anreize für eine herausragende Programmgestaltung ausgebaut, so Bernd Neumann. Außerdem solle der Kinoprogrammpreis eine noch größere Bedeutung als Qualitätssiegel für das jeweils ausgezeichnete Kino bekommen. Für das Jahr 2007 haben sich 273 Kinos um die Preise beworben. In der Hauptkategorie "Allgemeines Kinopro- gramm" wurden 158 Filmtheater ausgezeichnet, darunter das Metropol in Steinbergen. An besonders erfolgreichen Filmen liefen dort 2007 unter anderem die Schweizer Tragikomödie "Die Herbstzeitlosen", das deutsche Drama "Vier Minuten" über eine musikalische Karriere hinter Gefängnismauern, die Komödie "Schwedisch für Fortgeschrittene" über die Freundschaft zweier sehr ungleicher Frauen und - natürlich - der mehrfach preisgekrönte und unter anderem mit dem Oscar ausgezeichnete "Das Leben der Anderen" mit dem großartigen Ulrich Mühe als zweifelnder Stasi-Hauptmann in einer seiner letzten Rollen. Hinweis: In dieser Woche ist "Der Mond und andere Liebhaber" zu sehen. Die deutsche Komödie mit Katharina Thalbach und Birol Ünel wurde aufgrund ihres Erfolgs bis zum nächsten Dienstag, 2. September, verlängert.




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