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Einblick in den Wandel des Familienunternehmens

Metaller in der Meyer-Werft

Salzhemmendorf. Die IGM-Seniorenarbeitskreise Salzhemmendorf, Hameln und Bad Münder aus der IGM-Verwaltungsstelle Alfeld-Hameln-Hildesheim haben bei ihrer Sommerfahrt die Meyer-Werft in Papenburg besucht. „Wir wollten uns die Produktion eines Luxuskreuzfahrtschiffes in den Docks der Werft einmal aus der Nähe ansehen. Bei der Führung durch den Ausstellungsbereich bekamen wir einen Einblick in die Geschichte und die Entwicklung der Werft durch sechs Generationen des Familienunternehmens“, berichtet Walter Flessel, der Ansprechpartner der IG Metall Senioren aus Salzhemmendorf. Die Meyer-Werft wurde 1795 gegründet. Nach den ersten Jahren des Holzschiffbaues zeigte man Pioniergeist und begann ab 1872 mit dem Bau von Eisenschiffen mit Dampfmaschinen. Während Papenburg 1860 noch 20 Werften hatte, gibt es heute nur noch die Meyer-Werft. Erwähnenswert ist für Flessel ein Schiff, das 1913 im Auftrag des Auswärtigen Amtes bestellt wurde. Dieses Schiff mit dem Namen „Graf Goetzen“ war für den Passagierverkehr auf dem Tanganjika See in Ostafrika vorgesehen. Nach der Fertigstellung wurde es wieder in seine Einzelteile zerlegt und auf dem Landweg von der Ostküste Afrikas an den Tanganjika See transportiert. Eine Filmkarriere machte dieser Passagierdampfer 1951 in dem Film „African Queen“ mit Humphrey Bogart. Noch heute fährt dieses Schiff auf dem Tanganjika See unter dem Namen „Liemba“. In den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts hat sich die Werft international durch den Bau von Auto- und Passagierfähren, RoRo-Fähren, Gastankern und Tiertransportern einen Namen gemacht. Im April 1984 wagte sich die Meyer-Werft an einen spektakulären Neubau. Das Unternehmen baute das erste Kreuzfahrtschiff. Die Meyer-Werft versteht den Schiffbau heute als moderne Industrie und verbaut die neuesten Technologien in ihren Schiffen. Zwei baugleiche Schwesterschiffe werden im Frühjahr 2015 und Sommer 2016 auf große Fahrt gehen. Bis heute sind 35 Luxuskreuzfahrtschiffe in Papenburg gebaut worden. Während die Schiffe in Papenburg bisher für 2500 Passagiere gebaut wurden, werden auf diesem Schiff rund 4200 Passagiere auf Reisen gehen können.



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