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„Concept of Drowning“ träumen von der richtig großen Show / „Made in Schaumburg“-Finalist im Porträt

Metaller am Lagerfeuer

Extertal. Einen wirklich eigenartigen Namen haben sich die fünf Extertaler Musiker für ihre Band gewählt. „Concept of Drowning“, das bedeutet so viel wie: „Prinzip des Ertrinkens“ oder „die Vorstellung vom Ertrinken“. Vielleicht kann man auch untergehen in ihrer Musik. Die ist nämlich sehr laut und düster mitreißend, mit einem Gesang, den man ohne Strafe „Geschrei“ nennen darf. „Concept of Drowning“ machen „Melodic Metal“.

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Autor

Cornelia Kurth Reporterin zur Autorenseite

„Ach, das mit dem Namen nehmen wir gar nicht so ernst“, meint der 18-jährige Schlagzeuger Jan-Phillip Herrmann. „Wir fanden, dass er gut klingt, irgendwie rätselhaft und auf jeden Fall nicht zu positiv, das hätte nicht gepasst.“ Die Songs, gesungen oder vielmehr gerufen von Sänger Alex Nolting, sie haben Titel wie „Not My Leader“, „Rebel“ oder „Brotherhood“, und bei aller Heftigkeit und Härte von Gesang und Begleitung von E-Gitarren, Bass und Schlagzeug, sind sie doch auch voller Emotionalität, die viel mehr umfasst als nur Rebellion und Aufstand gegen Autoritäten.

Wenn also Lead-Gitarist Simon Lessmann mit Sascha Tülling am Bass, Valentin Gottschick an der zweiten Gitarre, mit dem Sänger Alex und Jan-Phillip am Schlagzeug am 13. März zum Finale des Wettbewerbs „Made in Schaumburg“ im Brückentorsaal die Bühne betreten, werden sie wohl den extremsten Part aller zehn Auftritte übernehmen. Eine „Heavy-Metal“-Party – ob es die im Brückentorsaal überhaupt schon mal gegeben hat? „Wir sind sehr gespannt, ob wir eine Chance beim Publikum haben“, sagt Jan-Phillip Hermann. „Tatsache ist jedenfalls, dass wir bei unseren Konzerten eigentlich immer gute Laune verbreiten.“ Er lacht: „Oder jedenfalls wir haben immer sehr gute Laune beim Musikmachen.“

Text und Melodie entstehen in Teamarbeit. Alle fünf Musiker im Alter zwischen 18 und 23 Jahren sind Metal-Fans und hören ihre Vorbilder fast rund um die Uhr. „Es macht Spaß, sich vorzustellen, dass auch wir mal richtig große Konzerte geben und Tausenden Fans eine Show liefern“, sagt der junge Schlagzeuger.

„Auch Metal-Musiker sitzen nach dem Konzert gern am Lagerfeuer und holen ihre akustische Gitarre raus“, sagt Jan-Phillip Hermann über sich und seine Melodic-Metal-Band „Concept of Drowning“. pr

Show, das ist durchaus ein passendes Stichwort. Die Lautstärke des Gitarrenklangteppichs, das sehr harte, sehr schnelle Schlagzeug, dazu die in tiefsten Tönen grölende Stimme von Alex Nolting, das alles hat etwas von einer Inszenierung, ein bisschen wie beim Wrestling.

„Ich mag allerdings auch klassische Musik“, so Jan-Philllip. „Wir alle können Gitarre spielen und lieben gute Melodien.“ Auf ihrem Bandfoto präsentiert sich „Concept of Drowning“ mitten in der Natur unter einem großen Baum auf der grünen Wiese. „Na ja“, sagt er, „auch Metal-Musiker sitzen nach dem Konzert gern am Lagerfeuer und holen ihre akustische Gitarre raus, so ist das nicht.“

Es gibt übrigens schon eine eigene CD, die man unter anderem über ihre Seite auf Facebook bestellen kann. Die Songs, die man sich auf YouTube anhören kann, haben echte Überzeugungskraft. Nicht unwahrscheinlich, dass weitere CDs entstehen werden.




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