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Schätze de Stadtarchivs in der Eulenburg - Museum Rinteln

Messeprivileg endlich mal im Original

Rinteln (ur). Von allen städtischen Einrichtungen Rintelns darf über das Stadtarchiv mit Fug und Recht ausgesagt werden, dass es die älteste überhaupt ist - mit einem Bestand von rund 600 Urkunden seit 1239, mit Protokoll- und Amtsbüchern sowie rund 350 m Akten aus Rinteln. Auch die 1974 eingegliederten Ortsteile sind mit ihren Archivbeständen nach der Kommunal- und Verwaltungsreform in diesen Fundus aufgenommen worden.

Dazu kommen mehr als 500 handgezeichnete Karten und Skizzen, Einwohnerkarteien, Plakate und Handzettel sowie Fotosammlungen, diverse Nachlässe und Besonderheiten aus schwerer Zeit, wie etwa Notgeld und Lebensmittelkarten. "Durch die Sorgfalt von Generationen konnte es seit der Stadtgründung vor bedeutenden Verlusten durch Plünderungen, Überschwemmungen und Feuer geschützt werden", heißt es würdigend in der Einladung zur nächsten Sonderausstellung im Museum Rinteln, die sich mit den Schätzen des Rintelner Stadtarchivs beschäftigt und unter dem Titel "Vermächtnis der Jahrhunderte" am Freitag, 11. Juli, um 16 Uhr eröffnet wird. Diese Dokumentationsschau ist danach bis zum 26. Oktober während der allgemeinen Öffnungszeiten zugänglich - eine gute Gelegenheit also für heimatkundlich Interessierte, diese sonst kaum zugänglichen Schätze einzusehen. Für Gruppen kann der Zugang auch außerhalb der regulären Zeiten nach vorheriger Anmeldung vormittags oder in den Abendstunden ermöglicht werden: Informationen dazu unter der Rufnummer 05751/41197. Besonders hervorzuheben ist, dass im Rahmen dieser Sonderausstellung auch die Stadtrechtsurkunde von 1239 und das Messeprivileg von 1392 im Original zu betrachten sind, denn auch wenn das letztgenannte Dokument alle Jahre wieder im Mittelpunkt der Eröffnung von Mai- und Novembermesse steht, so wird dann natürlich nicht das kostbare Original an die Fassade des Ratskellers gehängt.

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