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„Menschen müssen endlich aufwachen“

Beber-Rohrsen. Der Start ins neue Jahr ist häufig auch die Zeit des Aufbruchs. Die Ärmel werden hochgekrempelt, neue Aufgaben – oder auch auf die lange Bank geschobene Projekte – endlich angepackt. Auch die münderschen Ortsbürgermeister haben sich für das Jahr 2015 einiges vorgenommen.

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Engagiert zeigen sich die Kommunalpolitiker in Beber-Rohrsen bei der Suedlink-Debatte. Schon früh – und als einziger Ortsrat in Bad Münder – das Thema auf der Tagesordnung gehabt. „Viele Bürger scheinen sich bisher keine Gedanken über die Stromtrasse zu machen, die eventuell durch unsere Region führen wird“, sagt Ortsbürgermeisterin Elke Osterkamp, „die Menschen müssen endlich aufwachen.“

Enge Verbindung besteht zu der Interessengemeinschaft „ContraSuedlink“, die sich in Pohle gegründet hat. Auch bei der heutigen Podiumsdiskussion des Landkreises Schaumburg (17 Uhr im Lauenauer Sägewerk, Am Markt 3) wolle man Gesicht zeigen. Der Ortsrat plant auch für den 30. Januar eine eigene Veranstaltung in der Mehrzweckhalle, um über den aktuellen Sachstand und die Pläne des Netzbetreibers Tennet zu informieren.

Bereits in seiner Dezember-Sitzung hat der Ortsrat das Thema Verkehrsberuhigung auf der Agenda gehabt. „Und das wird uns natürlich weiter beschäftigen, weil es durch den Brückenbau in Messenkamp, der im Frühjahr beginnen soll, akut wird“, so Osterkamp. Die Umleitung soll nämlich auch durch Beber und Rohrsen führen. Die Kommunalpolitikerin fordert aus diesem Grund Geschwindigkeitsbegrenzungen im Bereich der Einmündung „Hinterm Dorfe“ in Rohrsen für die Dauer der Arbeiten. Nach Überzeugung von Osterkamp ist auch die Einrichtung eines Zebrastreifens für Fußgänger im Bereich Magnusstraße in Beber zwingend nötig. „Ich verstehe gar nicht, warum sich der Landkreis hier so schwertut. Bakede und Hamelspringe haben doch Zebrastreifen.“ Aufgrund des zu erwartenden erhöhten Fahrzeugaufkommens, bedingt durch die geplanten Brückenbauarbeiten, hat der Ortsrat die Verwaltung erneut gebeten, dieses Anliegen nochmals zur Überprüfung der zuständigen Behörde vorzulegen.

Unterstützen möchte Osterkamp auch den SV Germania bei seinem Vorhaben, eine Beachsoccer-Anlage zu bauen. Dazu soll die Stadt einen Nutzungsvertrag über die Fläche mit dem Verein abschließen, denn auch Parkplätze sollen entstehen. „Wenn die Vorschriften für solch einen Bau uns nicht erschlagen, würden wir die Realisierung alleine stemmen.“ Es sei ja nicht das erste Mal, dass die Dorfgemeinschaft in Eigenregie so etwas durchführe. Das beste Beispiel sei die Mehrzweckhalle, deren Unterhaltung vom Ort schon lange vor der Diskussion um die Dorfgemeinschaftshäuer übernommen wurde. „Der Zusammenhalt ist sehr gut, da muss ich mir keine Sorgen machen.“col



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