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„Meister von Morgen“: Anerkennung für Musikschüler in Münder

BAD MÜNDER. Sophia Magdalena ist neun Jahre alt und eigentlich ziemlich aufgeregt. Seit zwei Jahren hat das Mädchen aus Springe Klavierunterricht bei Lei Zhang, dem Leiter der Jugendmusikschule Bad Münder. Doch als die Schülerin zu ihrem Soloauftritt auf die Bühne klettert, ist das kleine blonde Mädchen die Ruhe selbst.

Mehr als Musik: Eine Theatergruppe der Jugendmusikschule präsentiert sich auf der Bühne des Martin-Schmidt-Konzertsaals. Foto: Huppert

Autor

Christoph Huppert Reporter

Fehlerfrei absolviert sie gleich drei kurze Stücke und erntet mit einer gekonnten Verbeugung ihren wohlverdienten Applaus im vollbesetzten Martin-Schmidt-Konzertsaal.

Kein Stuhl ist mehr frei vor der Bühne, auf der auch bekannte Kammermusiker regelmäßig auftreten. Alle Zuschauer wollen das Jahreskonzert der Jugendmusikschüler miterleben. Das steht wie in den Vorjahren unter dem Motto „Meister von Morgen“.

„Es geht uns nicht um die Vorstellung der Spitzenleistungen unserer Elite, sondern darum die Vielfalt und Breite unseres Angebotes aufzuzeigen“, erklärt Lei Zhang das Konzept hinter dem Konzertabend. Rund 300 Schülerinnen und Schüler nehmen momentan in der Musikschule Instrumentalunterricht und spielen solo oder in verschiedenen Ensembles. „Insgesamt erreichen wir mehr als 800 Kinder und Jugendliche mit unserem Musikunterricht. In Zusammenarbeit etwa mit den Grundschulen, bis nach Salzhemmendorf“, so Zhang.

Das Jahreskonzert richtet Zhang, der auch das Programm konzipiert hat, zusammen mit einigen Kooperationspartnern und der Jugendmusikschule Springe aus. Mit dabei ist auch „Sing and Swing“, die Chorgemeinschaft aus Eimbeckhausen und der Chor der Grundschule Bakede unter der Leitung der Musikpädagogin Sylke Lüdersen, der mit teils sehr originellen Mitteln eine herbstliche Atmosphäre in den Konzertsaal zauberte. Die inhaltliche Bandbreite der vorgestellten Werke reichte von Menuetten für Querflöte und Klavier über Solo-Klavierdarbietungen bis hin zum wie immer furiosen Percussion-Spektakel der „Gentle Lions“ von Thomas Klawier und seiner Trommlergruppe, die mitreißende Traditionals aus Sierra Leone auf die gespannten Felle brachte.

Zu den afrikanischen Stücken passend folgte dann der bekannte Ohrwurm vom schlafenden Löwen – „The Lion sleeps tonight“ – von der durch Maria Amberg dirigierten Chorgemeinschaft. Zum Finale trat das „Kuckuck“-Orchester auf, in dem sich Lehrkräfte wie die Cellistin Monika Herrmann und Adriana Michneva (Querflöte), Jana Schweikart (Oboe) und die Geigerin Sina Grünkorn mit Schülerinnen und Schülern zu einem gemeinsamen, reich beklatschten „Kuckkuck, Kuckuck, ruft’s aus dem Wald“ zusammenfanden.

„Musik ist Gemeinschaft, das wird hier wieder einmal ganz deutlich“, so Wilfried Koch aus Bakede. Der 78-Jährige singt seit seinem 14 Lebensjahr in verschiedenen Chören – und freute sich besonders darüber, dass die Nachfrage nach Klavierunterricht wieder enorm gestiegen sei. „50 Prozent der Instrumentalschüler wollen Klavier lernen“, teilte Lei Zhang mit. Beste Perspektiven also für die 23 Lehrkräfte der Jugendmusikschule.



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