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Meister an der Trompete: Stanislav Masaryk in Bad Münder

BAD MÜNDER. Mit dem Radio- Sinfonieorchester Bratislava unter der Leitung von Mario Košik hatte am Dienstagabend der Martin-Schmidt-Konzertsaal wieder einmal ausgewiesene musikalische Profis zu Gast. Ein ganz besonderes Erlebnis ist allerdings nur das Stück von Johann Nepomuk Hummel mit dem Solisten Stanislav Masaryk.

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Autor

Horst Voigtmann Reporter

Gut 350 Zuhörer hatte das Konzert, in dem auch Werke von Johannes Brahms, Franz Schubert und Antonin Dvorák zu hören waren. Das erste Stück des Abends sind die von Johannes Brahms (geboren 1833) komponierten Variationen über ein Thema des hundert Jahre älteren Joseph Haydn (geboren 1732). Die 50 Musiker, die nur knapp auf der Bühne des Saals Platz finden, entfalten unter Leitung ihres Dirigenten Mario Košik einen vollen orchestralen Klang. Dabei zeigt sich die enge Verbindung zwischen Musikern und Dirigent, der gelegentlich mit sparsamen, dann auch wieder mit großem Gestus durch die Partitur führt.

Bei dem Konzert für Trompete und Orchester von Johann Nepomuk Hummel stellt sich dann aber ein Talent dem Münderschen Publikum vor, das sicher noch seine große Zeit vor sich hat. Der slowakische Trompeter Stanislav Masaryk ist Jahrgang 1993.

Bei den drei Sätzen des bekannten Konzerts von Hummel zeigt der junge Musiker seine Virtuosität auf dem Instrument. Wer schon einmal eine Trompete gespielt hat, weiß, welche Anstrengung damit verbunden ist, immer die ausreichende Luftmenge zur Verfügung zu haben, die dann über die gespannten Lippen in das Mundstück zu blasen ist. Masaryk jedoch spielt sein Instrument mit einer Leichtigkeit, die von diesen Anstrengungen nichts verrät.

Als der letzte Ton verklungen ist, brandet ein nicht enden wollender Applaus auf, der den jungen Musiker nötigt, eine Zugabe zu geben. Die zeigt, dass er auch im Bereich des Jazz zu Hause ist. Man darf gespannt sein, was man von diesem jungen Mann noch hören wird.

Schon mit 14 Jahren ist Masaryk als Jungstudent am Konservatorium Bratislava zugelassen. Bei Wettbewerben der slowakischen Hochschulen und internationalen Vergleichswettbewerben erspielte er vordere Plätze. Zurzeit studiert er im dritten Jahr an der Hochschule für musische Künste in Bratislava und spielt im Orchester das Nationaltheaters. Von 2012-2015 war er im Radiosinfonieorchester Bratislava engagiert und spielt seit 2009 im Jazzorchester „Bratislava Serenaders“. Darüber hinaus ist Masaryk mit dem Kammerorchester seiner Musikhochschule und mit der staatlichen slowakischen Philharmonie Kosice aufgetreten.

Das Konzert in Bad Münder endet nach der Pause mit der Ballettmusik Rosamunde von Franz Schubert und der tänzerischen böhmischen Suite in D-dur von Antonin Dvorák. Das Publikum ist begeistert und applaudiert sich als Zugabe ebenfalls einen Dvorák.

Bereits am 15. November um 19.30 Uhr findet das 6. Meisterkonzert statt. Das „Philharmonische Kammerorchester Wernigerode“ ist dann im Martin-Schmidt-Konzertsaal zu Gast.



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