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Bekenntnis von Helga Drinkuth / "Tag der offenen Tür" beim Ev. Pflegedienst Eilsen

"Mein Lebensauftrag ist, Menschen zu dienen"

Eilsen (sig). Das ist schon erstaunlich, was sich aus der Initiative einer Frau entwickeln kann, die ihre Ziele mit großer Durchsetzungskraft verfolgt. Das trifft auf die frühere Gemeindeschwester Helga Drinkuth zu, die 1996 den Evangelischen Pflegedienst Eilsen ins Leben rief. Beim "Tag der offenen Tür" konnten sich die Besucher ein Bild von dem Leistungsstand dieser Einrichtung machen.

Helga Drinkuth: "Begonnen habe ich, unterstützt von Pastor Hans-Peter Fiebig, mit vier Mitarbeiterinnen und Michael Winkelhake, der sich um die Buchungen gekümmert hat. Heute besitzt er Prokura und ist bei uns für das gesamte Abrechnungswesen zuständig." Beim Start wurden 40 Patienten betreut. Jetzt kümmern sich 28 Mitarbeiterinnen um 120 Patienten. Das Einzugsgebiet reicht längst über die Grenzen der Samtgemeinde hinaus, und zwar bis nach Stadthagen, ins Auetal und nach Porta Westfalica. Im Laufe von zwölf Jahren ist aus der diakonischen Keimzelle eine Einrichtung mit einem überaus breit gefächerten Angebot entstanden. Natürlich bleibt das Hauptziel, alten, kranken und bedürftigen Menschen das Verbleiben im vertrauten häuslichen Umfeld zu ermöglichen. Das Pflegeangebot erstreckt sich auch auf die betreuende Nachsorge nach einem Krankenhausaufenthalt, auf die Vertretung von pflegenden Angehörigen, die Urlaub machen wollen. Außerdem wird die hauswirtschaftliche Versorgung übernommen, gibt es Begleitung bei notwendigen Arztbesuchen, werden Einkäufe gemacht und Kontakte zu Behörden hergestellt. Ein Fahrdienst bringt sogar Rollstuhlfahrer zu Veranstaltungen. Inzwischen wurde ein weiterer Service eingerichtet, der die Wäsche der Patienten reinigt und schrankfertig anliefert. Bei Bedarf wird die Wohnung gesäubert, werden Hausmeistertätigkeiten, ergotherapeutische Behandlungen und anderes mehr vermittelt. Monatlich trifft sich in angemieteten Räumen des evangelischen Gemeindehauses der Kreis für pflegende Angehörige zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch. Unregelmäßig kommt eine Hinterbliebenengruppe zusammen. Außerdem gibt es einen Hospizkreis. Der Besuchsdienst besteht aus ehrenamtlichen Helfern, die zu einsamen Menschen gehen, ihnen zuhören und mit ihnen sprechen. Im Gemeindehaus trifft sich noch eine Bastelgruppe, geleitet von Ergotherapeuten. In der Jahnstraße in Heeßen wurde ein weiteres Haus angemietet, in dem eine Tagesbetreuung für Demenzkranke angeboten wird. Dass alles das möglich ist, verdankt der Pflegedienst auch dem Förderverein, der inzwischen 130 Mitglieder hat. Helga Drinkuth: "Natürlich sind wir größer geworden, aber das Familiäre haben wir nicht abgelegt. Unsere Aufgabe ist es, dem Menschen zu dienen, der Hilfe benötigt. Das ist und bleibt auch mein Lebensauftrag."




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