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CDU stimmt gegen Radwegebau / Neuhäuser und Weißer gegen Bahnhofstraße

Mehrheit für neues Einkaufszentrum und Radwegüber das Freibadgelände

Rinteln (wm). Der Bauausschuss des Rates hat am Mittwochabend bei seiner Sitzung im Rathaus zwei wichtige Beschlüsse für die weitere Stadtentwicklung gefasst, die allerdings noch vom Rat bestätigt werden müssen: Das neue Einkaufszentrum in der Nordstadt an der Bahnhofstraße soll kommen, ebenso neue Parkplätze am Weseranger und ein neuer Radweg über das Freibadgelände.

Die Pflöcke für die neue Radwegtrasse stehen schon - die Enten a

Gegen ein neues Einkaufszentrum an der Bahnhofstraße stimmten Nina Weißer (Grüne) und Gert Armin Neuhäuser (WGS), gegen den neuen Radweg CDU und WGS - am Ende hieß es 5:4 für den Radweg durch die Mehrheit von SPD und Grünen. Um innerparteiliche Konflikte zu vermeiden, hatte in diesem Fall Günther Maack, der nicht erschienen war, den Ausschussvorsitz an Heinrich Söffker abgegeben. Beiden Beschlüssen gingen kontroverse Diskussionen voraus, in denen im Wesentlichen bereits bekannte Argumente nochmals ausgetauscht worden sind. So befürchten Weißer wie Neuhäuser, dass das Projekt Bahnhofstraße der "Todesstoß" für das Klosterkarree werden könnte, während die Ausschussmehrheit mehr Chancen als Risiken sah. Zuvor hatte Matthias Reinold vom gleichnamigen Planungsbüro versucht, den Ausschussmitgliedern noch einmal klarzumachen, dass an der Bahnhofstraße ein städtebaulich attraktives Einkaufszentrum mit besonders abgestimmter Architektur, erstklassigem Lärmschutz und ausgefeilter Verkehrsanbindung entstehen würde. Da sei jedes Detail berücksichtigt worden, von dezenten Werbeanlagen bis hin zur Fassadengestaltung. Der Wasserturm bleibe, weil denkmalgeschützt, stehen, und kein Gebäude werde deutlich höher als die benachbarte Wohnbebauung. Eineähnlich kontroverse Debatte gab es beim Weserradweg. CDU wie WGS ist das Projekt mit 341 800 Euro - davon kommen 175 000 aus der Stadtkasse - schlicht zu teuer. Erster Stadtrat Jörg Schröder hielt dagegen, dass offensichtlich die Ratsmitglieder an einem kollektiven Gedächtnisverlust (Amnesie) leiden müssten, denn das Projekt sei bereits 2007 einstimmig beschlossen, die Summe ebenso einstimmig in den Haushalt eingestellt worden. Schröder differenzierte zur Erinnerung: Der eigentliche Radwegebau koste 95 000 Euro, 112 000 Euro sollen für 40 neue Stellplätze ausgegeben werden, um die Parksituation am Weseranger zu verbessern ("2007 waren davon alle begeistert"), rund 16 000 Euro kostet der 1,60 Meter hohe Zaun. Der werde an der Böschung der Weser so angebracht, dass die meisten Badebesucher locker darüber hinwegschauen könnten.



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