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Ortsrat Vehlen befürwortet einstimmig "Tempo 30" für mehrere Gemeindestraßen

Mehr Sicherheit für Kinder und Fußgänger

Vehlen (sig). Wenn ein Kind plötzlich über die Straße läuft, ohne sich umzusehen, dann ist die im Ort erlaubte Geschwindigkeit von 50 Kilometer meistens bereits zu hoch. Und es gibt auch noch so manches andere nicht vorhersehbare Hindernis. Zum Beispiel ein Wagen, der rückwärts aus einer Ausfahrt kommt. Solche Situationenmöchte der Ortsrat von Vehlen entschärfen. Deshalb hat er sich am Donnerstagabend einstimmig für die Einführung von "Tempo 30" auf verschiedenen Dorfstraßen entschieden.

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Ratsmitglied Ernst Völkening (SPD), früher selbst etliche Jahre Gemeindeoberhaupt, machte seinen Kollegen präzise Vorschläge zu diesem Thema. In der Vergangenheit hätten sich die Überlegungen des Ortsrates immer wieder um das Siedlungsgebiet "Auf der Bult" gedreht, erinnerte er sich. Dazu gehörten die Straße "Am Waldkamp", die Schachtstraße und die dazu gehörenden Verbindungsstraßen. Diesen Bereich ergänzte Völkening mit den Gemeindestraßen "Auf der Papenburg", "Zum Holze", "Am Siel" und mit der Bäckerstraße. Martin Schulze-Elvert (CDU) fügte hinzu: "Wir haben in vielen Stellen in Vehlen keinen Bürgersteig; das erhöht die Gefahren." Horst Sassenberg (CDU) blickte Stadtkämmerer Wolfgang Seele an, als er anregte, speziell "Auf der Papenburg" und in der Schachtstraße, in der sich zusätzlich noch eine von zahlreichen Schülern benutzte Bushaltestelle befindet, auch mal ein Tempomessgerät aufzustellen. Das habe sicherlich einen bremsenden Einfluss auf das Fahrverhalten. Angesichts der finanziellen Lage der Stadt war den Mitgliedern des Ortsrates klar, dass wenig Aussicht besteht, die Autofahrer in den vorgeschlagenen Straßen durch bauliche Veränderungen zu einer langsameren Fahrweise zu zwingen. Künstliche Verengungen, unter anderem durch Anpflanzungen, oder durch das Aufbringen von Schwellen und erhöhten Kissen verursachen nicht eingeplante zusätzliche Kosten. Ortsbürgermeister Werner Harder (SPD) betonte nach der Aussprache, dass sich die Schilder kurzfristig anbringen ließen und die deutlich preiswertere Lösung seien. Autofahrer, die sich nicht an das "Tempo 30" halten, müssten wissen, dass sie sich strafbar machen. Dazu sind eben auch mal Kontrollen erforderlich. Harder schnitt noch ein weiteres "schwebendes" Verkehrsproblem an. Das ist die Bushaltestelle am Gallgattweg. Sie ist deshalb gefährlich, weil die Schulkinder die Bundesstraße 65 überqueren müssen, auf der in diesem Bereich "Tempo 70" erlaubt ist. Eine Bedarfsampel werde sich, so der Ortsbürgermeister, aus Kostengründen nicht realisierten lassen. Deshalb müsse überlegt werden, ob man dort die erlaubte Geschwindigkeit heruntersetzt oder die Haltestelle in Richtung Dorf verlegt. Eine Klärung wollen die beiden Nachbarorte Vehlen und Gelldorf gemeinsam mit dem Landkreis in die Wege leiten. Ein entsprechendes Scheiben soll an die Kreisverwaltung in Stadthagen gerichtet werden.



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