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Burghof-Klinik plant 18 Betten für Patienten auf Station mit 1600 Quadratmetern

Mehr Psychiatrie im Krankenhaus

Rinteln. Weiter auf Expansionskurs ist die Burghof-Klinik Rinteln. Etwa 1600 Quadratmeter sollen voraussichtlich im nächsten Jahr im Kreiskrankenhaus in der Nordstadt angemietet werden - auch ein Teil der Zukunftssicherung dieses Teils des Klinikums Schaumburg für die Zeit nach der Schließung für den Neubau in Vehlen in wenigen Jahren. „Die Pläne sind bereits beim Ministerium bekannt, wegen der Finanzierung werden wir noch in diesem Jahr in die entscheidenden Gespräche einsteigen.“ Geplant sind 18 Betten für die stationäre Versorgung.

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Das Kreiskrankenhaus selbst, mit dieser Station und der schon vorhandenen Psychiatrischen Institutsambulanz, der integrierten Tagesklinik im ehemaligen Schwesternwohnheim und der offenen und geschützten Abteilung im eigenen flachen Nebengebäude, bilden künftig neben dem Berghaus in Aerzen und der Tagesklinik am Blumenwall die Psychiatrie der Burghof-Klinik.

Professor Dr. Detlef E. Dietrich wird im nächsten Jahr Ärztlicher Direktor der Burghof-Klinik. Der 51-Jährige ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, er leitet seit 2009 als Ärztlicher Direktor das AMEOS-Klinikum in Hildesheim. Vorher arbeitete er seit 1995 als leitender Oberarzt in der psychiatrischen Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Seit 2004 ist er außerdem Repräsentant der European Depression Association für Deutschland.

Die Geschäftsführung der Burghof-Klinik hat sich seit dem Sommer ebenfalls vergrößert. Dr. Bernd Kuglin, schon lange für die Burghof-Klinik tätig, rückt auf in das bisherige Trio um Dr. Axel Weibezahl, dessen Frau Dr. Dagmar Rudolph-Weibezahl und Georg Schmidt (Verwaltung). Warum die Verstärkung der Leitung? „Weil wir von Großkonzernen umgeben sind, haben wir sehr viel Wettbewerb. Mit dem neuen Entgeltsystem für Psychiatrie wird sich dieser Wettbewerb weiter verstärken. Dr. Kuglin wird die Burghof-Klinik auf dieses neue System vorbereiten und den Ausbau unseres Qualitätsmanagements mit unterstützen.“, erklärt Weibezahl.

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  • Das historische Fachständerhaus der Burghofklinik leidet unter dem Verkehr. dil (2)
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  • Der Name Burghof-Klinik ist am Kreiskrankenhaus schon präsent, bald könnte er dort wegen weiterer Angebote noch öfter auftauchen. tol

Verwaltungssitz und Zentrale des Unternehmens bleibt allerdings die Rintelner Innenstadt mit der „Burg“ an der Ecke Ritterstraße/Krankenhäger Straße. Dort bleibt auch der Schwerpunkt für Psychosomatik, weiterhin geleitet vom Ehepaar Weibezahl. Mehr als 200 Mitarbeiter an bisher sechs, im nächsten Jahr sieben Standorten werden von hier aus betreut und geführt. Die ambulante Tagesklinik in Stadthagen wird 2014 eröffnet (wir berichteten).

Der Ärger über die gescheiterte Verkehrsberuhigung an der „Burg“ (wir berichteten) ist etwas verflogen, aber das Anliegen bleibt aktuell. Die von der SPD-Ratsfraktion ins Spiel gebrachte Pollerlösung fand im Rat keine Mehrheit. Sorgen macht Dr. Weibezahl aber weiter, dass entgegen anderer Verlautbarungen aus der CDU-Ratsfraktion nachts störender Autoverkehr zu verzeichnen sei. Und besonders im Sommer, wenn viele Patienten nachts die Fenster geöffnet haben, werde deren Schlaf gestört.

„Wir haben alle baulichen Möglichkeiten ausgereizt, die Patienten vor dem Lärm zu schützen, was erhebliche Investitionen nach sich zog. Die Politik sollte auch bedenken, dass nur der Verwendungszweck als Krankenhaus den Unterhalt des Gebäudes finanziell ermöglicht“, sagt Dr. Weibezahl. Dem CDU-Vorwurf, frühere Chefs der Burghof-Klinik hätten sich nie über nächtliche Ruhestörung beklagt, hält der Burghof-Chef entgegen: „Das Lärmproblem ist seit vielen Jahrzehnten bekannt, und durch die Einführung der Fußgängerzone wurde zusätzlich viel Verkehr in unsere Straße verlagert.“



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