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Aus dem Mieterverein Bückeburg wird der Deutsche Mieterbund Bückeburg

Mehr Mitglieder, mehr Service: Fast 500 Beratungen in einem Jahr

Bückeburg (mig). Das Interesse am Deutschen Mieterbund Bückeburg ist ungebrochen groß. "So viele Leute sehe ich hier zum ersten Mal", freute sich der Vorsitzende Peter Schinski über die zahlreich erschienenen Mitglieder im Gasthaus Fenkner.

Hatte es vor einigen Jahren noch mehr Austritte als Eintritte gegeben, konnte Schinski im Rahmen der Hauptversammlung eine positive Mitgliederentwicklung verkünden. Innerhalb des Geschäftsjahrs verbuchte der Verein 108 Zugänge und 72 Abgänge; die Zahl der Mitglieder stieg von 939 auf 975. "Das ist ein sehr gutes Ergebnis", machte Schinski deutlich. Mitglieder wurden im abgelaufenen Jahr 332 persönlich und 152 telefonisch beraten, außerdem gab es einen regen Schriftverkehr. Weitere - teilweise kostenpflichtige - Dienstleistungen des Vereins: Prüfung der Nebenkostenrechnungen, Berechnung der Wohnflächen oder eine Begutachtung von Wohnungsschäden. Bei möglichen Problemen riet Schinski den Mitgliedern dazu, zunächst den Verein aufzusuchen und sich um eine außergerichtliche Klärung zu bemühen. "Vor dem Gang zum Gericht, sollte man eine Beratung einfordern", betonte Schinski. Dann könne man auch sagen, ob die Kosten vom Rechtsschutz übernommen würden. Der Mitgliedsbeitrag wird nicht angehoben. Franz Vydra wurde für 25-Jahre Mitgliedschaft geehrt. Im Anschluss an den Bericht des Vorsitzenden forderten Schinski und der Geschäftsführer des Deutschen Mieterbundes Niedersachsen-Bremen, Randolph Fries, die Mitglieder zu einer Satzungsänderung auf. "Wir haben eine föderale Struktur. Das hat Vorteile, macht uns aber manchmal etwas träger. Es geht darum, neue Leute in den Mieterbund zu holen", erklärte Fries den Nutzeneiner derartigen Maßnahme. Nach den einstimmigen Änderungen heißt der Verein jetzt nicht mehr "Mieterverein Bückeburg und Umgebung" (Fries: "Das ist unsexy"), sondern "Deutscher Mieterbund Bückeburg e.V." Auch die weiteren Änderungen waren einer "Anpassung an die Zeit" geschuldet. Zum Abschluss referierte Fries dann zum Thema "Klimaschutz und die Auswirkungen auf das Mietrecht". Im Hinblick auf die Energieeinsparverordnung, das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz und weitere vom Mieterbund begrüßte Änderungen bedauerte Fries, dass es keine Vorgaben für den Wohnungsbestand gibt. Ein Eigentümer, der freiwillig sein Gebäude mit erneuerbaren Energien ausstatten wolle, erhalte zwar Förderungen durch ein Marktanreizprogramm. "Man muss aber sehen, ob diese freiwilligen Maßnahmen ausreichen. Man kann daran Zweifel haben, weil die private Initiative von Eigentümern zu wünschen übrig lässt. Angesichts der überragenden Bedeutung des Klimaschutzes wird es vermutlich auch in diesem Bereich des Wohnungsbestandes zu gesetzlichen Verpflichtungen kommen müssen", erklärte der Geschäftsführer. Fries machte die Mitglieder darauf aufmerksam, dass weitüber 20 Prozent der CO2-Emissionen aus der Beheizung von Gebäuden und der Warmwasserbereitung resultieren. "Ungefähr zwei Drittel aller Wohngebäude Deutschlands wurden vor 1980 gebaut. Sie genügen nicht annähernd den heutigen Ansprüchen an Heizungssysteme und Wärmedämmung", so Fries. Nichtnur für die Umwelt, auch für die Mieter selbst, seien energetische Modernisierungsmaßnahmen von Vorteil (Senken der Heizkosten). Auf der anderen Seite steht eine erhebliche Mieterhöhung, weil der Vermieter seine Investitionskosten erstattet haben will. Das Mietrecht sieht vor, dass der Mieter energetische Modernisierung und eine Mieterhöhung im Rahmen von 11 Prozent der Investitionskosten dulden muss.




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