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Entlastungen für Alleinerziehende

Mehr Geld übrig

Alleinerziehende sind auf Kinderbetreuungsplätze und finanzielle Unterstützung angewiesen. Finden sie keinen preisgünstigen kommunalen Betreuungsplatz, stellt sich oft die Frage, ob sich die Arbeit noch lohnt, wenn ein teurer privater Betreuungsplatz in Anspruch genommen werden muss. Die meisten Berufstätigen können es sich nicht leisten, aus ihrem Job auszusteigen. Ihnen kommt in diesem Jahr eine bessere steuerliche Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten zugute.

Finanziell eng wurde es bisher auch bei alleinerziehenden Eltern volljähriger Kinder. Die Entlastung durch eigenes Einkommen des Kindes wurde durch den Wegfall des Kindergeldes „aufgefressen“. Auch hier kommt es 2012 zu Erleichterungen.

„Mit dem Gesetz zur Steuervereinfachung 2011 wird die Abwicklung der steuerlichen Absetzbarkeit deutlich erleichtert“, so Rechtsanwältin Beate Wernitznig, Autorin des Ratgebers „Alleinerziehend“ (Verlag C.H.Beck, 128 Seiten, 6,80 Euro, ISBN: 978-3-406-62590-9). Danach gilt seit Jahresanfang: Die Eltern müssen nicht mehr nachweisen, ob und in welchem Umfang sie erwerbstätig sind, sondern haben generell einen Anspruch auf die Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten – und zwar bis zu deren 14. Lebensjahr. Absetzbar sind die Kosten der Betreuung im Rahmen der Höchstbeträge für Sonderausgaben. Konkret also zwei Drittel der Aufwendungen, jedoch höchstens 4000 Euro pro Kind. „Diese Regelung begünstigt alle Eltern, ist aber besonders für Alleinerziehende interessant, weil sie nicht nur den hälftigen Betrag in Anspruch nehmen können, sondern den vollen“, sagt Beate Wernitznig.

Eine echte Entlastung für Eltern bildet auch der Verzicht auf den Nachweis, dass die Einkünfte und Bezüge des Kindes unterhalb eines Betrages 8 004 Euro im Jahr liegen, um den Anspruch auf Kindergeld und Kinderfreibetrag zu erhalten. Seit Januar entfällt die Einkommensprüfung bei volljährigen Kindern bis zum Abschluss der ersten Berufsausbildung, maximal bis zum 25. Lebensjahr. ots



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