×
Hamburg Blues Band feiert 30-jähriges Bestehen in der Blues Garage / Halleluja, was für ein Konzertabend

Mehr als zwei Stunden Bluesrock auf höchstem Niveau

Seit nunmehr 30 Jahren gehört die Hamburg Blues Band europaweit zu den Vorzeige-Bluesern. Immer wieder gesellen sich zu der Stammbesetzung um Gert Lange (Gesang/Gitarre), Hansi Wallbaum (Schlagzeug) und „Bexi“ Becker (Bass) handverlesene Ausnahme-Musiker, die mit ihrem Können die Setlist der Formation neu beleben. Allen voran Clem Clempson (Colosseum und früher Humble Pie), den man zusammen mit Keyboarder Adrian Askew eigentlich mehr oder weniger zur Stammbesetzung zählen kann.

Im Rahmen ihrer diesjährigen „30th-Anniversary-Tour“ konnte man mit Pete Brown, Miller Anderson und Maggie Bell, ehemalige Frontfrau der Rockband „Stone the Crows“, drei weitere hoch dekorierte Musiker der Blues-&-Rock-Szene gewinnen.

Los ging’s pünktlich um 21 Uhr mit „Rollin“ aus dem Album „HBB-Live (feat. Dick Heckstall-Smith)“ – sicher auch eine Hommage an den legendären Saxofonisten (verstarb am 17. Dezember 2004), der zusammen mit Shouter Gert Lange die Hamburg Blues Band 1982 aus der Taufe hob.

Die Band legt mit „Stony Times“ und „Make Love Strong“ nach, bevor Woodstock-Legende Miller Anderson ganz tief in die Nostalgie-Kiste greift und mit „Just To Cry“ einen Titel der Keef Hartley Band aus dem Jahr 1969 hervorkramt. Mit „High Tide And High Water“ holt der gebürtige Schotte wenig später die nächste Bluesrock-Perle aus seiner Schatztruhe, beweist, dass er auch als Gitarrist noch immer zu den besten seines Fachs gehört, an diesem Abend ein ebenbürtiger Ersatz für Clem Clempson ist.

Vocal-Heroes auch an den Gitarren erste Wahl – Gert Lange (links) und Miller Anderson bei „Stony Times“.

Mit „Hold Back“, einem Bluesrock-Juwel der Hamburg Blues Band, geht’s in die Kabine, aus der man für die zweite Halbzeit „special guest“ Pete Brown mit auf die Bühne bringt. Er war zusammen mit Jack Bruce unter anderem für die Cream-Kompositionen „White Room“ und „Sunshine Of Your Love“ verantwortlich. Beide Stücke performt der inzwischen 71-jährige Musiker auch an diesem denkwürdigen Abend in der Blues Garage.

Was für eine Ausstrahlung, was für eine Stimme – zu Recht feierte man Maggie Bell damals in den USA als „Die britische Antwort auf Janis Joplin“. Mit „Wishing Well“ shoutet sich die Ausnahme-Sängerin sofort in die Herzen des Blues Garagen-Publikums, untermauert die Ovationen der sachkundigen Fans mit „Way Down In The Whole“, einem Song von Tom Waits. Ohne Zweifel hat die HBB-Crew mit der Verpflichtung dieser exzellenten Künstlerin mehr als nur ein goldenes Händchen bewiesen. Als musikalischen Apetizer der besonderen Art servierte die Hamburg Blues Band dann noch den 20-jährigen Bluesrock-Rohdiamanten Krissy Matthews, der im Zugaben-Block bei „Sunshine Of Your Love“ beeindruckend unterstreicht, dass dem Bluesrock-Jüngling sicher noch die eine oder andere Tür in den Bluesrock-Himmel offen stehen dürfte.

Mit „Into The Night“ schicken dann die Akteure im wahrsten Sinne des Wortes die völlig begeisterten Konzertbesucher hinaus „in die Nacht“. Mit weiteren Konzerten – unter anderem auch in Tschechien – wird die Hamburg Blues Band zwei Tage vor Heiligabend ihr vorerst letztes Konzert in diesem Jahr geben. 2013 geht’s weiter – Long Live „The Hamburg Blues Band“




Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt