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Mehr als nur ein Reisebericht

Nienstedt. Über den Deister? Für Armin Mehmke aus Nienstedt ein guter Anfang – sowohl für seine zahlreichen Touren als auch für sein Buch. Im vergangenen Jahr hatte sich der pensionierte Polizeibeamte auf den Weg gemacht, seine „zweite Heimat“ in Südtirol zu besuchenden. Und weil Mehmke begeisterter Wanderer und Bergsteiger ist, eine Ankündigung im Freundeskreis in Gais bei Bruneck auf ihre Einlösung wartete und ihn die Herausforderung reizte, nahm er die rund 1000 Kilometer lange Tour in Angriff. Über den Deister – und dann bis nach Südtirol. Jetzt hat er seine Eindrücke, Gedanken und Erfahrungen während der 35-tägigen Wanderung in einem Buch zusammengefasst.

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„Nachdem über meine Wanderung berichtet wurde, haben mich viele Menschen hier in Nienstedt angesprochen. Viele wollten auch wissen, ob ich ein Buch schreibe“, erklärt Mehmke. Und der 63-Jährige setzte sich hin und schrieb. Jetzt ist „Mein Santiago heißt Gais“ erschienen, auf rund 400 Seiten berichtet der begeisterte Fernwanderer über den Reiseverlauf.

Ursprünglich hatte sich Mehmke bei der Planung der Etappen und Rastmöglichkeiten vorgenommen, Wanderwege wie die im Deister in den Mittelpunkt zu stellen. „Aber im Laufe der Tour stellte sich immer mehr heraus, dass man nicht viel von den faszinierenden deutschen Landschaften sieht, wenn man stundenlang allein durch Wälder marschiert. Und so ergab es sich fast von selbst, dass ich auf Fernradwegen und wenig befahrenen Landstraßen landete“, erklärt er.

Im Buch beschreibt der Nienstedter aber auch andere Entwicklungen: „Je größer die körperliche Belastung unterwegs wurde, desto mehr verspürte ich eine wohltuende innerliche Ruhe und völlige Entspannung der Sinne. Und manchmal ging der Kopf auch nach oben“, berichtet Mehmke – die Reise habe irgendwie einem langen Pilgerweg geglichen, auch, wenn er eine „Wallfahrt“ nicht angestrebt habe. „Weite Strecken allein zu gehen ist so etwas wie ,beten mit den Füßen‘“, sagt er. Spontane Begegnungen mit interessanten Menschen am Wegesrand, freundliche Einladungen und Situationen, die Erinnerungen an seine 45 Dienstjahre bei der Autobahnpolizei und im kriminalpolizeilichen Fahndungsdienst wach werden ließen, schildert Mehmke ebenfalls.

„Mein Santiago heißt Gais“ ist als Taschenbuch im Epubli-Verlag (www.epubli.de) erschienen. Auf Wunsch ist Mehmke (0173/4200314) auch gerne bereit, seine Erfahrungen und Eindrücke interessierten Mitgliedern der heimischen Wandervereine zu schildern. „Wandern ist eine wunderschöne Form des Reisens“, sagt er.jhr



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